Al|do|la|se
Syn.: ALD (Abk.)
aldolase
eine tetramere Lyase als Schlüsselenzym der Glykolyse. Katalysiert reversibel die Triosephosphatbildung: Fructose-1,6-diphosphat ↔ Dihydroxyacetonphosphat + d-Glycerinaldehyd-3-phosphat. Aufgrund elektrophoretischer Eigenschaften u. durch Aktivitätsverhältnisse gegenüber Fructose-diphosphat/Fructose-1-phosphat unterschieden als Muskel- u. Leberaldolase (Erstere = „A. A“ ist aktiver gegenüber Diphosphat, Letztere = „A. B“ mit etwa gleich schneller Wirkung gegenüber Di- u. Monophosphat); ferner ein Typ C (in Gehirn u. anderen Geweben). Der A.-Blutspiegel ist ein Diagnostikum für Muskel- u. Lebererkrankungen. A.-A-Mangel führt zu einer Störung der anaeroben Glykolyse mit chron. hämolytischer Anämie; A.-B-Mangel zu Fructoseintoleranz.
Verwandte Themen:
ALD 1); Fructoseintoleranz(-Syndrom); Zellmembran
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© Urban & Fischer 2003 Roche Lexikon Medizin, 5. Aufl.