A., langfristig wirksame
Syn.: LWAR (Abk.)
disease modifying anti-rheumatic drug; DMARD
inhomogene Gruppe von Wirkstoffen zur Therapie der rheumatoiden Arthritis mit meist nicht genau bekanntem Wirkungsmechanismus, die zu der Gruppe der Antiphlogistica gehören. Sie greifen auf der Ebene der Entzündungsreaktionen ein. Entfalten erst nach längerer Anw., dann aber bei einem großen Teil der Pat. eine starke Wirkung. Wurden früher als Basistherapeutika bezeichnet, da sie häufig lang anhaltende klinische Besserungen induzieren; beeinflussen allerdings selten die langfristige Progression. Wirkst.: Goldpräparate zur oralen bzw. parenteralen Anw. (Goldtherapie), d-Penicillamin, Sulfasalazin, Chloroquin u. Hydroxychloroquin, Immunsuppressiva wie z.B. Methotrexat, Immunstimulanzien. NW: z.T. erheblich, z.B. Retinopathie bei Chloroquin(derivaten), Knochenmarkdepression u. schwere Allergien durch verschiedene LWAR.
Verwandte Themen:
Antiphlogistica; Arthritis, rheumatoide; Auranofin; Basistherapeutika; Chloroquin; DMARD; Goldtherapie; Hydroxychloroquin; Immunsuppressiva; LWAR; Natriumaurothiomalat
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© Urban & Fischer 2003 Roche Lexikon Medizin, 5. Aufl.