D.-Druck

D.' pressure

Differenz zwischen dem atmosphärischen Druck u. dem Druck im Interpleuralraum. Unter gewöhnlichen Verhältnissen liegen die beiden Pleurablätter über einer kapillären Flüssigkeitsschicht aneinander, so dass die Lungen bei der Erweiterung des Brustkorbs nur an dessen Innenfläche entlanggleiten, sich aber nicht von ihm abheben. Die Retraktionskraft der Lungen u. die Expansionskraft des Thorax verursachen einen messbaren Unterdruck in diesem Pleuralspalt (D.-Raum). Dieser Druck (pi) ist dann kleiner als der atmosphärische Druck bzw. der Druck in den Lungen (pa). Die Differenz pa–pi entspricht dem sog. negativen Druck oder D.-Druck. Bei der gewöhnlichen Einatmung beträgt pa–pi höchstens 1,3 kPa (~ 10 mmHg), bei gewöhnlicher Ausatmung 0,65 kPa (~ 4 mmHg). Durch plötzliche Erweiterung des Brustkorbs, besonders bei geschlossener Stimmritze, kann pa–pi bis auf 17 kPa (~ 130 mmHg) ansteigen. Umgekehrt wird pi durch eine Ausatmung bei geschlossener Stimmritze erheblich gesteigert, so dass es größer wird als pa. Der negative Druck in der Pleuraspalte führt zu einem Pneumothorax, wenn durch eine Verletzung der Pleura eine Verbindung zum atmosphärischen Druck hergestellt wird.

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Cavitas pleuralis; Donders-Raum

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© Urban & Fischer 2003 – Roche Lexikon Medizin, 5. Aufl.