Fibrino|lyse|syndrom
fibrinolytic disorder
das sich v.a. durch Blutungen (als Purpura) manifestierende Krankheitsbild („fibrinolytische Diathese“) bei Überaktivität des Fibrinolysesystems (s.u. Fibrinolyse, dort Schema); die „Hyperfibrinolyse“ tritt auf als Hyperfibrinogenolyse nach Aktivierung des Plasmins („Fibrinolysin“) durch Fibrinolysekinasen (Aktivatoren des Fibrinolysesystems, z.B. Gewebslysokinase, Staphylo-, Streptokinase) oder häufiger als Folge einer im Blutgefäßsystem erfolgenden Blutgerinnung. Voll aktiviertes Plasmin greift dann nach Überspielen der Antiplasmine v.a. die Faktoren I, V u. VIII im Plasma an; zusätzlich werden die Bildung von Fibrin u. die Funktion der Blutplättchen durch Fibrinogen- u. Fibrindegradationsprodukte gestört.
Verwandte Themen:
Faktor; Fibrinolyse; hämorrhagisches Syndrom; Hyperfibrinolyse; Lysekoagulopathie; Lysokoagulopathie; Plasmin; Streptokinase
Ausgewählte Internet-Seiten:
Cochrane Haematological Malignancies Group
Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie
Deutsches Krebsstudien Register
© Urban & Fischer 2003 Roche Lexikon Medizin, 5. Aufl.