Gallen|blase

Syn.: Vesica biliaris; Vesica fellea; Cholecystis

gallbladder; cholecystis

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birnenförmiges Hohlorgan an der Unterfläche der Leber, welches der Eindickung der Lebergalle zu Blasengalle (durch Wasserresorption) und der Speicherung von Galle dient. 8–12 cm lang; Fassungsvermögen etwa 50 ml. Füllt sich – bei Dauerkontraktion des Musculus sphincter ampullae hepatopancreaticae – über den Ductus cysticus; entleert sich bei Bedarf oder Vollfüllung durch reflektorische Erschlaffung des Sphinkters. Aufbau: Teilabschnitte der Gallenblase sind die nach kaudal gerichtete Kuppe (Fundus vesicae biliaris, Gallenblasengrund), der Körper (Corpus vesicae biliaris) und der Hals (Collum vesicae biliaris), der sich in den Ductus cysticus fortsetzt, welcher sich mit dem Ductus hepaticus communis zum Ductus choledochus vereinigt. Struktur: Schichten der Gallenblase sind die Tunica mucosa, Tunica muscularis (aus gitterartig angeordneten glatten Muskelzellen) u. die Tunica adventitia (Peritoneum). Die Tunica mucosa besteht aus Epithelium (einschichtiges Säulenepithel mit Bürstensaum für die Wasserresorption und Schlussleisten) u. Lamina propria mucosae (lockeres Bindegewebe); die Schleimhaut bildet Querfalten (im Halsteil mit Heister-Klappe), wodurch im Schnitt die epithelumgrenzten Luschka-Räume vorgetäuscht werden. Der nach kaudal gerichtete Teil wird von Peritoneum überzogen, der im Leberbett (Fossa vesicae biliaris) gelegene nicht.

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© Urban & Fischer 2003 – Roche Lexikon Medizin, 5. Aufl.