G.-Apparat
Syn.: G.-Binnennetz; G.-Komplex; Complexus Golgi
Golgi complex
Organell jeder kernhaltigen Zelle, das mikroskopisch nach Schwärzung mit Osmiumsäure oder Silbersalzen als Knäuel- u. Bälkchenstruktur oder als Netz erkennbar wird (G.-Externum; lipidhaltig) u. das eine lipidfreie, nicht geschwärzte Innenstruktur aufweist (G.-Internum). Wird unterteilt in Cis-Golgi-Netzwerk (CGN) u. Trans-Golgi-Netzwerk (TGN); liegt meist in Kernnähe, im sog. G.-Feld, im Grundplasma (G.-Substanz), in dem die biochemisch aktiven 3-schichtigen Membranen gebildet werden u. das elektronenoptisch leer ist oder runde Partikel enthält (s. Abb.). Der G.-Apparat ist u.a. Sitz von Enzymen, die überwiegend an der Synthese u. Modifizierung von Oligo- u. Polysacchariden beteiligt sind; er spielt eine zentrale Rolle im Zellstoffwechsel (chem. Abwandlung von Produkten des endoplasmatischen Retikulums, Speicherung, Transport); s.a. Abb.
Verwandte Themen:
Complexus; Dalton-Komplex; Glandula mammaria; Golgi-Komplex; Internum (Golgi); Netzapparat; Netzkörperchen; Plasmazelle; Retikularapparat; Zelle
Ausgewählte Internet-Seiten:
Deutsche Gesellschaft für Zellbiologie
Deutsche Gesellschaft für Zytologie
© Urban & Fischer 2003 Roche Lexikon Medizin, 5. Aufl.