Häm
heme
allgemeine Bez. für Metallporphyrine; z.B. die ungesättigten Komplexverbindungen der Porphyrine mit 2-wertigem u. koordinativ an die Stickstoffatome angelagertem Eisen („Hämoverbindung“), die zu Anlagerung z.B. von Sauerstoff, Kohlenmonoxid, Stickstoffbasen befähigt sind. I.e.S. das Proto- oder Ferrohäm (aus Protoporphyrin u. Fe2+ bestehendes reduziertes Hämatin) als farbgebende prosthetische Gruppe des Blut-, Muskelfarbstoffes (Hämo- bzw. Myoglobin) sowie in Enzymen (z.B. in Katalase, Peroxidase, Cytochrom-peroxidase). Wirksam als Überträger für Sauerstoff u. Elektronen, wird v.a. in der Leber aus Succinyl-CoA u. Glykokoll (über verschiedene Porphyrine) gebildet (s.a. Formel u. Tab.); wird abgebaut zu Gallenfarbstoffen. H. ist oxidierbar zu Hämin. Nachweis erfolgt durch das charakteristische Absorptionsspektrum. S.a. Hämoglobin.
Verwandte Themen:
Cytochrom; Cytochrom-c-Peroxidase; Eisen; Ferroporphyrin; Hämatin; Hämatin, reduziertes; Hämatoporphyrin; Hämine; Hämochrome; Hämochromogene; Hämoglobin; Katalase; Myoglobin; prosthetische Gruppe
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Deutsche Gesellschaft für Biochemie und Mikrobiologie
© Urban & Fischer 2003 Roche Lexikon Medizin, 5. Aufl.