Kollagen(e)
Syn.: Collagen
collagen
prolinreiche Gerüsteiweißkörper (Skleroproteine) als der gegen enzymatische Angriffe schützende Hauptbestandteil mesenchymaler interzellulärer Stützsubstanzen (s.a. kollagene Faser). Drei Eiweißketten mit linksläufiger Helixstruktur sind zu einer rechtsdrehenden Tripelhelix (Superhelix) verdrillt. Identifiziert sind 18 K.-Typen (K.-Typ IXVIII), die nach Struktur bzw. Funktion in fibrilläre, Fibrillen-assoziierte u. nichtfibrilläre K. eingeteilt werden (s. Tab.). Aus tierischem Kollagensol wird resorbierbares u. nichtresorbierbares Nahtmaterial („Kollagenband“) hergestellt, aus Hautkollagenen eine nichtresorbierbare Folie für temporären Hautersatz (z.B. bei Verbrennungen als Platzhalter für neu entstehendes Epithel); s.a. Knochenstoffwechsel (dort Abb.).
Verwandte Themen:
Bindegewebe; Collagen; Knochenstoffwechsel; kollagen; Kollagenase; Kollagenband; kollagene Fasern; Mangan; Prokollagen(e); Proteoglykane; Superhelix
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© Urban & Fischer 2003 Roche Lexikon Medizin, 5. Aufl.