myelo|dys|plastische Syndrome
Syn.: MDS (Abk.); Präleukämie; oligoblastische Leukämie
smouldering leukemia; myelodysplastic syndromes
chronische, maligne Reifungsstörung der Hämatopoese; betroffen sind eine oder mehrere Zellreihen. Der Zeitpunkt des Auftretens liegt im Median bei über 60 Jahren; oft auch sekundär nach Gabe von knochenmarktoxischen Substanzen (z.B. Chemo-, Strahlentherapie). Diagn. u. Klinik: Morphologie der Zellen im peripheren Blut u. Knochenmark mit unterschiedlichen Kombinationen dysplastischer Phänomene (Dyserythropoese, Dysgranulopoese, Dysmegakaryozytose). Meist periphere Zytopenie einer oder mehrerer Zellreihen (v.a. bei hyperzellulärem Knochenmark). Klinische Symptome manchmal bei Diagnosestellung fehlend, ansonsten abhängig von der/den betroffenen Zellreihe/n, insbesondere vom Ausmaß der hämopoetischen Insuffizienz (Anämie-Symptome, Infektanfälligkeit, Blutungsneigung). Klassifik.: Einteilung in 5 morphologische Entitäten entsprechend der Französisch-Amerikanisch-Britischen Arbeitsgruppe für die Leukämie-Klassifikation (FAB) von 1982 (Tab.). Die Prognose bezüglich Überlebenszeit u. Risiko der leukämischen Transformation der verschiedenen Subtypen ist unterschiedlich.
Verwandte Themen:
Leukaemie, chronische myelomonozytaere; MDS; MML; Monozytenleukämie; Myelodysplasie; Präleukämie; RA 2); Sideroblastenanämie, erworbene idiopathische; Smo(u)ldering-Leukämie
Ausgewählte Internet-Seiten:
Cochrane Haematological Malignancies Group
Deutsche Gesellschaft für Hämatologie und Onkologie
Deutsches Krebsstudien Register
© Urban & Fischer 2003 Roche Lexikon Medizin, 5. Aufl.