Myko|plasmen
mycoplasmas; pleuropneumonia-like organisms; PPLO (Abk.)
Fach: Bakteriologie
Arten der Gattung Mycoplasma der Familie Mycoplasmataceae (Ordnung Mycoplasmatales). Prokaryoten, die sich von Bakterien durch das Fehlen der Zellwand, das kleinere Genom und den Cholesteringehalt ihrer Membran unterscheiden. Die Arten sind gramnegativ u. besitzen gute Färbbarkeit mit der Giemsa-Färbung. Meist kokkoide Form, aber auch Ringe bzw. Scheiben oder Fäden unterschiedlicher Länge. Mehr als 90 Arten mit relativ strenger Wirtsspezifität. M. passieren bakteriendichte Filter u. sind auf zellfreien (unbelebten) Nährböden mit Serum- oder Asziteszusatz kultivierbar. Alle Mycoplasma-Arten des Menschen außer Mycoplasma pneumoniae gehören auch zur Normalflora des jeweiligen Bereichs, z.B. im Respirationstrakt (Mycoplasma orale, salivarium, faucium, buccale). Mycoplasma pneumoniae ist Erreger der primären atypischen Pneumonie (Mykoplasmenpneumonie). Als bedingt pathogene Keime gelten Mycoplasma hominis u. Ureaplasma urealyticum. Letztere verursachen Erkrankungen des Urogenitaltrakts, postgonorrhoische Urethritis, Adnexitis, postpartale Sepsis.
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© Urban & Fischer 2003 Roche Lexikon Medizin, 5. Aufl.