Prosta|glandine
Syn.: PG (Abk.)
prostaglandins
durch v. Euler in der Samenflüssigkeit entdeckte u. in der falschen Annahme, sie würden in der Prostata gebildet, nach dieser benannte Stoffe. PG werden in den verschiedensten Körpergeweben aus Arachidonsäure gebildet (s. Schema) u. entfalten dort wie auch die Endoperoxide (PGG2 u. PGH2 als besonders kurzlebige Zwischenprodukte), Prostacyclin u. Thromboxane bereits in geringsten Konzentrationen vielfältige Wirkungen (Tab.); s.a. Prostanoide. Besondere Bedeutung der PG: bei der lokalen Regulation der Durchblutung (Entzündungsreaktion), bei endo- u. exokriner Drüsenfunktion, Schwangerschaft und Geburt. Gelten als membranständige Schutzfaktoren mit pathophysiologischer Bedeutung bei Schmerz, Fieber u. Entzündung. Anw. finden z.B. PGE2 u. PGF2 (Dinoprost bzw. Dinoproston) als Wehenmittel bzw. zur Aborteinleitung; ein PGE1-Derivat (Gemeprost) zur Zervixerweiterung; PGE1 (Alprostadil) z.B. bei arterieller Verschlusskrankheit.
Verwandte Themen:
Cyclooxygenase; Cyclooxygenase-Hemmer; Endoperoxide; Gemeprost; Gewebshormone; Hormon; Latanoprost; Leukotriene; Oxytocica; PG 3); PGE; Prostacyclin; Prostaglandinsynthese-Hemmer; Prostanoide; Prostazyklin; renale Hormone; Schwangerschaftsabbruch; Thromboxan; Vasodilatanzien; Wehenmittel
Ausgewählte Internet-Seiten:
Leitlinien für Ärzte: Anwendung von Prostaglandinen in der Geburtshilfe
Deutsche Gesellschaft für Biochemie und Mikrobiologie
© Urban & Fischer 2003 Roche Lexikon Medizin, 5. Aufl.