Rhod|opsin

rhodopsin; visual purple

der für das Dämmerungssehen benötigte „Sehpurpur“ der Netzhautstäbchen; besteht aus einem Eiweißkörper (Opsin bzw. Skotopsin) u. aus Neoretinin1b (ein Stereoisomer des all-trans-Retinins = Vitamin-A-Aldehyd) oder Neoretinin2b (11-cis-Form des Vitamin-A2-Aldehyds). Das optimale Absorptionsmaximum der aus vier spektral ansprechbaren Sehfarbstoffen bestehenden Gruppe liegt bei 502 nm (entspricht der größten Helligkeitsempfindung bei Dämmerungssehen; dort Abb.). Bei Lichteinwirkung erfolgt Bleichung mit Änderung der Retinin-Konfiguration u. damit der Proteinbindung (Auslösung des nervösen Impulses); im Dunkeln erfolgt durch Umkehr des chemischen Prozesses Regeneration.

Verwandte Themen:

Dämmerungssehen; Erythropsin; Neoretinin; Neo-Vitamin-A; Photopigment; Photorezeptoren; Rodopsin; Sehpurpur; Stäbchenzelle; Vitamin A; Wald-Zyklus

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© Urban & Fischer 2003 – Roche Lexikon Medizin, 5. Aufl.