Tic

tic

unregelmäßig wiederholte, unwillentl. u. zwecklose, jedoch bewusst werdende rasche, abrupt einsetzende, von Willkürbewegungen unabhängige Bewegungsfolge (Zuckung) in Muskel oder Muskelgruppen, oft während des Schlafens verschwindend; meist an sichtbaren Körperpartien, u. Ausdrucksbewegungen imitierend, z.B. Blinzelkrampf, Lippenbeißen, Fazialis-, Räusper-, Husten-, Sprachtic (entstellende Störung von Lautbildung u. Sprachfluss). Meist psychogen (Konfliktdarstellung mit Entladung von Affekt- u. Triebspannungen), seltener organisch (z.B. zerebralsklerot., postenzephalit.), so u.a. der striäre T. (extrapyramidale Hyperkinesie bei Striatumherden; durch psych. Erregung provozierbar) als die Willkürbewegungen erschwerender Gesichts- u. Kopftic, der Schultern, Nacken u. Extremitäten miterfasst; evtl. im Rahmen eines „Tic-Syndroms“, z.B. Tourette- („Tic convulsif“, „Tic général“, „Tic impulsif“), Sicard- („Tic douloureux“), Dubini-Syndrom („spasmodischer Tic“).

Verwandte Themen:

Fazialistic; Nervenzucken; Schiefhals, spastischer; Tick 1)

Ausgewählte Internet-Seiten:

Tourette Gesellschaft Deutschland e.V.
BrainNet - Informationen für Ärzte und Patienten
Deutsche Gesellschaft für klinische Neurophysiologie
Deutsche Gesellschaft für Neurologie
Deutsche Gesellschaft für Neuroradiologie
Swiss Society for Neuroscience (engl.)

© Urban & Fischer 2003 – Roche Lexikon Medizin, 5. Aufl.