Zollinger-Ellison(-Strøm)-Syndrom

Zollinger-Ellison syndrome

Biogr.: Robert M. Z., 1903–1992, Edwin H. E.; US-amerikan. Chirurg bzw. Arzt

gut- oder meistens bösartiges Neoplasma (Adenom bzw. Karzinom) mit vermehrter Gastrinproduktion (Gastrinom). In ca. 60% Ursprung im Pankreas. Klinik: Typisch sind in schneller Folge auftretende, z.T. atypisch gelegene peptische Geschwüre (außer an Magen u. Duodenum auch an Speiseröhre, Jejunum) mit Perforationstendenz. Ursache ist eine massive Hyperazidität des Magensaftes v.a. aufgrund einer Steigerung der basalen Säureproduktion. Ferner evtl. Durchfälle mit Fettstühlen, Mineral- u. Flüssigkeitsverlusten. Vielfach tritt gleichzeitig eine multiple endokrine Adenopathie (MEN) auf. Ther.: Tumorresektion mit kurativem Ziel (falls keine Metastasen); medikamentöse Säureblockade. – Eine Hyperplasie der Gastrin produzierenden Zellen des Magenantrums mit etwa gleicher Symptomatik wird als „Typ I“ oder Polak-Syndrom abgegrenzt.

Verwandte Themen:

Apudom; Darmgeschwür; Dünndarmgeschwür; Ellison-Zollinger-Syndrom; Gastrinom; Hypergastrinämie; Inselzelladenom; Malabsorption; MEN; Polak-Syndrom; Ulcus pepticum

Ausgewählte Internet-Seiten:

Deutsche Gesellschaft für Endokrinologie
Deutsche Gesellschaft für Verdauungs- und Stoffwechselkrankheiten
Netzwerk Hypophysen- und Nebennierenerkrankungen e.V.

© Urban & Fischer 2003 – Roche Lexikon Medizin, 5. Aufl.