Lungen|transplantation
lung transplantation
der operative Ersatz einer geschädigten Lunge durch die eines verstorbenen Spenders. Geschichte: Die erste L. wurde von Hardy 1963 durchgeführt. Bis 1983 gab es allerdings nur einzelne Überlebende. Dies lag v.a. an der sehr hohen Insuffizienzrate der Bronchusanastomose, aber auch an infektiologischen u. immunologischen Problemen. Seit Ende der 80er Jahre hat die Lungentransplantation allerdings die Phase der klinischen Erprobung verlassen u. stellt heute ein anerkanntes Verfahren zur Behandlung der terminalen pulmonalen Insuffizienz dar. In erfahrenen Zentren werden inzwischen 1-Jahres-Überlebensraten von über 90% erreicht. Ind.: irreversible pulmonale Globalinsuffizienz infolge restriktiver, obstruktiver u. vaskulärer terminaler Lungenerkrankungen nach Ausschöpfung aller Therapiemöglichkeiten (Medikamente, Sauerstoffkonzentrator). Technik: Wenn möglich wird jeweils nur eine Lunge orthotop transplantiert. Müssen dennoch beide Lungen transplantiert werden (z.B. nicht sanierbare Infektionen beidseits), wird dies nicht mehr en bloc, sondern sequentiell mit getrennten Anastomosen auf jeder Seite durchgeführt. Postoperative Ther.: Immunsuppression meist als Dreifachkombination (Prednisolon, Ciclosporin, Azathioprin), unmittelbar postoperativ wird zusätzlich häufig noch ein Antilymphozytenantikörper (z.B. Antilymphozytenglobulin, ATG) hinzugefügt. Die Rate an akuten (behandelbaren) Abstoßungsreaktionen ist hoch u. liegt bei 70100% in den ersten 3 Monaten nach L. Wegen des hohen Infektions- u. Abstoßungsrisikos ist ein aufwendiges postoperatives Management mit wiederholten Bronchoskopien für mikrobiologische Untersuchungen u. transbronchialen Biopsien notwendig.
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Cardiothoracic Imaging - Yale University School of Medicine
Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie
Deutsche Gesellschaft für Thoraxchirurgie
European Association of Cardio-Thoracic Surgery
© Urban & Fischer 2003 Roche Lexikon Medizin, 5. Aufl.