Gifttiere in den Tropen, zum Beispiel manche manche Schlangen, können gefährlich sein. Touristen sind jedoch selten betroffen - im Gegensatz zur einheimischen Bevölkerung. Für den Fall der Fälle sollten Sie wissen, was Sie tun können, wenn Sie trotzdem einmal gebissen werden.
Unfälle mit Gifttieren geschehen vor allem bei der Feldarbeit, selten im Haus oder Hotel. Es gibt ungefähr 2.700 Schlangenarten. Ein Fünftel davon sind im engeren Sinne Giftschlangen. Sie gehen vor allem nachts auf die Jagd. In manchen Regionen Afrikas, Südamerikas und Asiens enden Giftschlangenbisse bei schlechter medizinischer Versorgung, vor allem bei Kindern, häufig tödlich.
Im Zweifel sollten Sie bei Gifttierverletzungen immer ärztlichen Rat suchen. Hotels, Reiseveranstalter und Botschaften verfügen über Listen vertrauenswürdiger lokaler Ärzte.
So sollten Sie sich schützen
Tragen Sie festes Schuhwerk und Kleidung, die die Beine bedeckt.
Kontrollieren Sie immer Ihre Kleidungstücke vor dem Anziehen auf unliebsame "Untermieter".
Greifen Sie nie ohne Sichtkontrolle hinter Schränke, unter Betten, in dunkle Ecken oder tiefe Gefäße.
Tragen Sie hohes, festes Schuhwerk beim Wandern und im hohen Gras.
Treten Sie fest auf. Schlangen werden aufgrund der Erschütterungen in den meisten Fällen die Flucht ergreifen noch bevor Sie sie selbst entdeckt haben.
Begegnen Sie dennoch unerwartet einem Tier, so verhalten Sie sich defensiv. Gehen Sie nicht auf das Tier zu, sondern treten Sie den geordneten Rückzug an.
Werden Sie gebissen, halten Sie sich an die lebenswichtigen Erste-Hilfe-Regeln.
Berühren Sie getötete Tiere nur mit einem Stock, da Bissreflexe noch lange vorhanden sein können.
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Autor: Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin Hamburg , erstellt am 11.04.06; zuletzt aktualisiert von Sabine Hockling am 19.08.11

