Die meisten Krankenrücktransporte aus tropischen Ländern holen Verkehrsunfallopfer nach Hause. Kein Wunder, denn der Straßenverkehr ist in vielen Reiseländern chaotischer als in Deutschland. Zudem sind viele Fahrzeuge in technisch schlechtem Zustand.
Das betrifft besonders Lenkung, Bremsen und Beleuchtung. Trotzdem sind viele Unfälle bei einem umsichtigen Verhalten vermeidbar.
Zustand der Straße
Informieren Sie sich unbedingt vor Fahrtantritt über den Straßenzustand, die Servicemöglichkeiten und die landesüblichen Verkehrsregeln. In einigen Urlaubsregionen wird links gefahren. Die Straßenführung kann unübersichtlich sein, der Straßenbelag kann sich ohne Warnung schlagartig ändern und eine Teerstrecke plötzlich enden.
Fahren: am besten im Hellen
Denken Sie gegebenenfalls daran, den internationalen Führerschein mitzunehmen.
Fahren Sie gelassen und defensiv, möglichst bei Tageslicht und machen Sie Pausen. Nachtfahrten können besondere Überraschungen auf den Straßen bieten: unbeleuchtete Karren oder Fahrzeuge, Gegenstände oder Tiere jeglicher Art und Größe.
Trinken Sie keinen Alkohol, wenn Sie selbst fahren. Benutzen Sie immer den Sicherheitsgurt beziehungsweise beim Motorradfahren - ob vorgeschrieben oder nicht - den Helm. Bei Touristen ist Fahren auf geliehenen Motorrädern ohne Helm und oft unter Alkoholeinfluss eine häufige Ursache schwerer Unfälle.
Wissen, was im Notfall zu tun ist
Nicht nur nachts sind Fahrradfahrer und Fußgänger die schwächsten Glieder im Straßenverkehr und deshalb einem besonders hohen Unfallrisiko ausgesetzt. Erkundigen Sie sich unbedingt nach dem ortsüblichen Verhalten im Falle eines Unfalls. Das gilt für alle Arten von Unfallschäden ohne Rücksicht darauf, ob sie verschuldet oder unverschuldet sind, ob Personen zu Schaden gekommen sind oder nicht.
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Autor: Bernhard-Nocht-Institut für Tropenmedizin Hamburg , erstellt am 11.04.06; zuletzt aktualisiert von Sabine Hockling am 19.08.11

