Gewalt gegen Kinder

Der Leitfaden "Gewalt gegen Kinder" richtet sich an Ärztinnen, Ärzte und Menschen aus anderen psychosozialen Berufsgruppen. Er soll ihnen helfen, sexuellen Missbrauch, Misshandlungen und Vernachlässigungen bei Kindern zu erkennen.

In dem Leitfaden werden den Praktikern ganz konkrete Hilfen zur Diagnostik und Befunderhebung an die Hand gegeben. Für ein praxisübergreifendes, koordiniertes Fallmanagement, sind hier alle Adressen der Hamburger Einrichtungen, Beratungsstellen und Institutionen in den Bezirken aufgeführt.

 

Um die Handlungssicherheit beim Thema "Gewalt gegen Kinder und Jugendliche" zu erhöhen, wurden in Kooperation mit der Fortbildungsakademie der Ärztekammer Hamburg eine Reihe von Fortbildungsveranstaltungen und Fachtagungen durchgeführt.

 

Der Hamburger Leitfaden wurde im September 2006 in seiner dritten überarbeiteten Auflage veröffentlicht und an unterschiedliche Berufsgruppen verteilt. Er liegt dem Öffentlichen Gesundheitsdienst und allen Hamburger Hilfeeinrichtungen vor.

 

Entwickelt wurde der Leitfaden bereits 1997 gemeinsam von der Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz, dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte, TK-Landesvertretung Hamburg und weiteren Kooperationspartnern.

 

Mittlerweile gibt es Leitfäden nach dem Hamburger Vorbild in fast allen Bundesländern.

 

Evaluation

Im Jahr 2004 wurde eine Evaluation zum Hamburger Leitfaden "Gewalt gegen Kinder und Jugendliche" durch die Behörde für Soziales, Familie, Gesundheit und Verbraucherschutz und die TK vorgelegt.

 

Die Ergebnisse der Befragung machen deutlich, dass sich Ärzte wesentlich sicherer bei der Diagnostik von Misshandlungen fühlen, wenn sie sich im Verdachtsfall an einem Leitfaden orientieren können. Danach befragt, ob der Hamburger Leitfaden "Gewalt gegen Kinder und Jugendliche" für sie hilfreich ist, gaben 70 Prozent an, dass ihnen der Leitfaden mehr Sicherheit im Umgang mit diesem schwierigen Thema vermittelt.

 

Ziel war und ist es weiterhin, die Sinne von betroffenen Berufsgruppen zu schärfen, damit sie Kindesmisshandlungen besser erkennen und Hilfsmaßnahmen einleiten können. Die Reaktionen zeigen, dass sich der Leitfaden bewährt hat.

 

Die TK sieht es als Ihre Verpflichtung an, mit den beteiligten Partnern dieses wichtige Thema weiter zu bearbeiten. Wann immer die Rechte von Kindern und Jugendlichen missachtet werden, gilt es, geeignete Formen zu finden, um gezielt einzugreifen und Hilfestellung zu geben. Dieser Verantwortung wird sich die TK auch in der Zukunft stellen.

 

Für Rückfragen

Ines Zimmermann

Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz

Fachabteilung Gesundheitsberichterstattung und Gesundheitsförderung

Telefon Telefonnummer:040 - 428 37-22 46

E-Mail ines.zimmermann@bgv.hamburg.de

 

Techniker Krankenkasse

Landesvertretung Hamburg
Habichtstraße 28
22305 Hamburg
Telefon Telefonnummer:040 - 69 09-55 00
Fax Telefonnummer:040 - 69 09-55 55
E-Mail lv-hamburg@tk.de