Die Welt ehrt das Buch

Verschlingst Du gern Romane, Science-Fiction-Abenteuer und Krimis? Oder sind Bücher nicht so Deine Welt? Egal, ob Du eine Leseratte oder ein Lesemuffel bist - der Welttag des Buches und Urheberrechts ist für alle da. Er findet jedes Jahr am 23. April statt. Dort gibt es neuen Stoff für alle, die gerne lesen und auch für diejenigen, die noch auf fesselnde Geschichten warten...

 

Fünf verschiedenfarbige Bücher übereinander gestapeltIch schenk dir eine Geschichte" - so lautet der Titel des Welttags-Buches, das jedes Jahr erscheint. Hier schreiben verschiedene Autoren Geschichten für junge Leser. Viele Schulen in Deutschland besorgen bereits lange vor dem 23. April Buchgutscheine für Viert- und Fünftklässler. Die Schüler können sich dann in ausgewählten Buchläden den Band kostenlos besorgen. Ist Deine Schule auch dabei? Wenn nicht, schlage es doch mal Deinem Lehrer oder Deiner Lehrerin vor!

 

Wie alle Welttage soll auch der Welttag des Buches das Bewusstsein der Menschen für bestimmte Themen und Probleme stärken. Dazu gibt es am 23. April Schreibwettbewerbe, Lesungen und Diskussionsrunden. Neben den Büchern selbst und dem Lesen steht an diesem Tag aber auch noch etwas anderes im Mittelpunkt: das Urheberrecht.

 

Was ist ein Urheber?

Ein Urheber ist jemand, der ein Werk erschaffen hat und die Rechte daran besitzt. Das bedeutet, dass er oder sie selbst entscheiden kann, was mit dem Werk geschehen soll. Das Werk kann zum Beispiel ein Buch sein, aber auch eine Idee. Vielleicht bist Du ja selbst schon mal ein Urheber gewesen? Denkst Du Dir zum Beispiel ein Spiel aus, das es noch nicht gibt, bist Du der Urheber. Du besitzt dann die Rechte an diesem Spiel. Sicherlich würdest Du Dich sehr ärgern, wenn irgendjemand auf der Welt Deine Idee klaut und sie als seine eigene ausgibt, oder? Deshalb gibt es das Urheberrecht. Es schützt die Werke von Menschen.

 

Ideen wertschätzen

Auch jemand, der ein Buch schreibt oder ein Lied komponiert, besitzt das Urheberrecht an seinem Werk. Damit andere Menschen sich ebenfalls an dem Werk erfreuen können, müssen sie es kaufen. Manche Menschen kopieren sich dieses Werk aber auch einfach von anderen ohne dafür zu bezahlen. Das klingt nicht nur unfair, sondern hat auch zur Folge, dass der Autor oder Musiker von seiner Kunst nicht leben kann. Der 23. April soll auch darauf aufmerksam machen, die Ideen von Menschen wertzuschätzen und sie legal zu benutzen.

 

Übrigens...

Der Welttag des Buches wurde 1995 von der UNESCO ins Leben gerufen. Das ist die Abkürzung für "Organisation der Vereinten Nationen für Erziehung, Wissenschaft und Kultur". Fortan wurde alljährlich am 23. April das Buch geehrt. Warum? Am 23. April sind mehrere bekannte Schriftsteller gestorben, darunter William Shakespeare, von dem Du vielleicht schon mal etwas gehört hast - er schrieb zum Beispiel "Romeo und Julia". Lange Zeit zuvor lebte aber schon der heilige Georg, nachdem der Georgstag benannt wurde. An diesem Tag schenkte man sich Rosen und Bücher.