Ei, Ei, Ei!

Isst Du gerne Frühstückseier, Spiegeleier und Rührei? Hühnereier sind ein beliebtes Nahrungsmittel bei uns. Ein Ei besteht wie alle Vogeleier aus der Schale, der innen anliegenden Eihaut, dem Eiklar oder Eiweiß und dem von einem dünnen Dotterhäutchen umhüllten Dotter.

Das "Standardei" wiegt durchschnittlich 55 Gramm, kostet etwa 25 Cent und ist ein in vielen Varianten beliebter Snack: Über 18 Milliarden Eier wurden im Jahr 2002 verzehrt.

Gut ist, dass die Eierschale sehr stabil ist, sonst würde sicher manches Ei beim Legen oder Brüten kaputtgehen. Die Eierfachleute, so genannte Oologen, streiten sich bis heute über das Problem, ob ein Ei mit dem spitzen oder dem stumpfen Ende voran gelegt wird. Hühner wurden dazu systematisch beobachtet, durchleuchtet und vermessen. Heute gilt als gesichert, dass etwa 70 Prozent aller Hühnereier mit dem spitzen Ende voran gelegt werden.

Doch egal wie rum: Schau Dir das Wunderwerk Ei einfach mal genauer an!

1. Eierschalen Power

Die Schale eines Hühnereis ist ein Wunderwerk. Sie ist luftdurchlässig, denn ein heranwachsendes Küken muss ja Luft bekommen. Sie ist stabil, denn sie muss beim Brüten das Gewicht des Huhns aushalten. Die Schale ist aber gleichzeitig sehr dünn, etwa 0,3 bis 0,4 Millimeter, denn ein Küken muss sie ja von innen aufpicken können.

Was eine Eierschale alles aushält, kannst Du selbst ausprobieren. 

Dazu brauchst Du:

Hartgekochte Eier, Klebestreifen, ein scharfes Messer und Gewichte wie beispielsweise Bücher oder Backsteine.

Klebe um das hartgekochte Ei in der Mitte einen Klebestreifen. Dieser soll verhindern, dass die Ränder ausfransen. Schneide es dann mit dem scharfen Messer vorsichtig in der Mitte durch und entferne den Klebstreifen wieder. Jetzt kannst Du das leckere Ei erst mal auslöffeln.

Lege die beiden Schalenhälften auf den Boden und stapele Gewichte darauf. Lege ein Buch oder einen Backstein nach dem anderen auf die Schalen, bis es "kracht". Du wirst staunen, was die dünnen Wunderwerke alles aushalten können.

2. Die Gummi Schale

Die dünnen Eierschalen bestehen aus Kalk. Innen an dieser liegt noch eine dünne Eihaut und umgibt das Eiweiß und den Dotter. Möchtest Du Dir diese Eihaut mal näher anschauen? Kein Problem! 

Dazu brauchst Du:

Ein Ei, ein Glas und Essig.

Lege ein rohes Ei in ein Glas mit Essig. Nach kurzer Zeit bilden sich auf der Schale viele Bläschen. Denn mit der Schale geschieht etwas: Der Essig ist in der Lage, den Kalk der Eierschale aufzulösen. Nach einigen Stunden hat sich die Schale im Essigbad vollständig aufgelöst. Jetzt hält nur noch das zarte Eihäutchen das Ei zusammen.

Du kannst das Gummi Ei nun vorsichtig aus dem Essig nehmen. Spüle es mit klarem Wasser ab und halte es gegen das Licht. Deutlich siehst Du den Dotter im Eiweiß schwimmen. Du kannst auch ein Band um es binden, es mit dem Finger eindrücken und allerlei lustige Sachen mit der Gummi Schale anstellen, bevor Dein Versuchsei als Spiegelei in der Pfanne endet.

Bilder und Text: Birgit Bender
Können Eierschalen als Unterlage für Gewichte herhalten?
Die dünnen Schalen haben mächtig Power!
Mit Essig kannst Du die Eierschale auflösen.
Etliche Stunden zeigen Dir die vielen Bläschen, wie der Essig eifrig den Kalk der Eierschale löst.