Zu den enormen medizinischen Fortschritten der letzten Jahrzehnte zählt unter anderem die so genannte minimal-invasive Chirurgie.
Der Chirurg verzichtet bei dieser Technik auf die breite Eröffnung von Körperhöhlen. Er operiert stattdessen mit einem so genannten Endoskop und extrem verkleinerten Instrumenten durch Mini-Schnitte - wie durch ein Schlüsselloch.
Das Endoskop ist ein schlauch- oder röhrenförmiges Instrument, das über ein optisches System die Bilder aus dem Körperinneren für den Arzt außen sichtbar macht. Zusätzlich kann eine kleine Kamera die Bilder auf einen Monitor übermitteln. So kann der Arzt entweder durch vorhandene Körperöffnungen schauen - beispielsweise durch Mund und Speiseröhre in den Magen. Oder er schiebt das Endoskop durch einen kleinen Schnitt in das Körperinnere vor, etwa in die Bauchhöhle oder das Kniegelenk.
Der Chirurg operiert dann mit schmalen Instrumenten, die durch spezielle Arbeitskanäle am Endoskop oder einen weiteren kleinen Schnitt eingeführt werden.
Je nachdem welche Körperhöhle der Arzt betrachtet, wird die Endoskopie
unterschiedlich genannt. Bei der Laparoskopie (der Spiegelung der Bauchhöhle) kann der Chirurg beispielsweise die Gallenblase entfernen, Leistenbrüche verschließen oder bei Frauen Unterleibsoperationen durchführen. Ein weiteres Beispiel ist die Arthroskopie
(Kniespiegelung). Am Knie kann der Arzt etwa Meniskus- oder Kreuzbandverletzungen arthroskopisch operieren.
Minimale Belastung
Die Endoskopie und andere moderne Operationstechniken greifen immer weniger in den Organismus des Patienten ein. Die Wunden sind kleiner, und der Patient hat nach der OP weniger Schmerzen.
So kann er nach einer ambulanten Operation schon bald wieder nach Hause.
Autor: Dr. med. Christiane Bauch, erstellt am 10.05.06; zuletzt aktualisiert am 13.07.10