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Mit dem Auto in den Urlaub

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Überprüfen Sie vor allem bei längeren Fahrten in den Urlaub noch einmal kritisch die Sitzeinstellung Ihres Fahrzeugs. Beim Fahren sollten Sie das Gefühl haben, bequem und gut unterstützt zu sitzen. Doch auch beim Autofahren gilt: Der beste Sitz ist niemals so rückenfreundlich wie genügend ausgleichende Bewegung!

Der Rücken braucht Pausen

Machen Sie bei längeren Fahrten möglichst häufig, spätestens aber nach zwei Stunden, kurze Pausen, in denen Sie sich die Beine vertreten, sich strecken und lockern. Leichte gymnastische Übungen bringen den Kreislauf wieder in Schwung und fördern die Durchblutung der Beine. Etwas Bewegung zwischendurch wirkt Wunder, entspannt die Muskeln und macht Sie wieder munter.

 

Planen Sie Ihre Fahrt so, dass Sie für längere Pausen, zum Beispiel für ein leichtes Mittagessen, von der Autobahn abfahren und Sie nach dem Essen ein Stück spazieren gehen können.

 

Der Weg ist das Ziel

Statt eine lange Strecke gehetzt an einem Tag durchzuziehen, lassen Sie sich lieber Zeit und planen Sie eine Übernachtung ein, zum Beispiel an einem sehenswerten Ort an der Strecke, nach dem Motto "Der Weg ist das Ziel". Ihr Rücken und Ihre Nerven werden es Ihnen danken!

 

Stau auch zum Entspannen nutzen

Im Stau, vor Ampeln, an Mautstationen oder Grenzübergängen gewinnen Sie - meist unfreiwillig - Zeit, Ihren Rücken etwas zu entspannen. Nutzen Sie diese "Zwangspausen" zum bewussten Entspannen, Räkeln und Strecken und für isometrische Übungen (Muskeln anspannen, Spannung kurz halten und wieder locker lassen):

 

  • Räkeln Sie sich im Sitz, strecken Sie die Arme hoch, und drücken Sie mit den Händen gegen das Autodach. Halten Sie den Druck drei bis sechs Sekunden, und lockern Sie die Muskulatur wieder. Tief durchatmen.
  • Umfassen Sie in aufrechter Haltung mit beiden Händen das Steuerrad, und versuchen Sie es zusammen zu drücken. Halten Sie die Spannung drei bis sechs Sekunden, und lassen Sie die Arme danach locker herunterhängen.
  • Stellen Sie beide Füße flach auf den Boden, und drücken Sie kräftig dagegen. Spannen Sie dabei die Gesäß- und Bauchmuskulatur fest an. Nach drei bis sechs Sekunden wieder entspannen.
  • Fassen Sie mit beiden Händen hinter die Nackenstütze, und ziehen Sie den Kopf an die Stütze heran. Kräftig anspannen und nach drei bis sechs Sekunden wieder lockern. Entspannen und räkeln Sie sich.

 

Während der Fahrt

Auch während der Fahrt können Sie Verspannungen vorbeugen:

 

  • Kurz die Schultern zu den Ohren hochziehen oder den Rücken in den Sitz pressen. Muskeln zehn Sekunden anspannen und anschließend locker lassen, so werden sie reflektorisch längere Zeit besser durchblutet.
  • Strecken und recken Sie sich, wann immer es geht. Doch Achtung: Verkehrssicherheit geht immer vor. Stretching und Bewegung im Auto tragen zu Ihrer Fitness und damit auch zur Verkehrssicherheit bei, sind aber immer auch ein Aufmerksamkeitsrisiko. Also Vorsicht!
  • Zwischendurch immer wieder die Fenster öffnen und Sauerstoff tanken. Verzichten Sie während der Fahrt aufs Rauchen. Nikotin schränkt die Konzentration während des Fahrens ein und verengt die Gefäße, was auch die Muskeln leichter verhärten lässt.
  • Halten Sie im Auto immer etwas zu Trinken bereit. Ein frischer Schluck zwischendurch ist bei Hitze besonders wichtig, weckt aber auch bei normalen Temperaturen die Lebensgeister und fördert die Durchblutung.

Autor: Sabine Keller, erstellt am 03.08.05; zuletzt aktualisiert von Diplom-Sportwissenschaftler Uwe-Folker Haase am 17.05.11

Quelle: ADAC, Zentralverband der Physiotherapeuten/Krankengymnasten e.V.

 
 
 

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