Wer über mehrere Zeitzonen nach Westen reist, dessen Tag wird länger. Bei Reisen nach Osten verkürzt sich der Tag für den Reisenden. Der Biorhythmus muss sich anpassen. Erfahren Sie hier, was Sie gegen den Jetlag tun können.
Es ist ein großer Unterschied, ob Sie die Erdoberfläche gemächlich per Schiff oder mit hoher Geschwindigkeit per Flugzeug überqueren. Bei Fernreisen durchfliegen Sie oft mehrere Zeitzonen, weshalb bei Ankunft die Ortszeit am Zielort um Stunden von Ihrer inneren Uhr abweichen kann. Die dadurch entstehende vorübergehende Störung Ihres Bio-Rhythmus kann das Wohlbefinden erheblich beeinträchtigen.
Verschiebungen bis zu drei Stunden sind meistens kein Problem, doch nach einem mehr als sechsstündigen Flug sind mitunter einige Tage nötig, um sich an die neue Zeitzone am Urlaubsort anzupassen.
Biorhythmus
Fast alle geistigen und körperlichen Funktionen laufen in einem regelmäßigen, etwa 24 Stunden dauernden Rhythmus ab. Dabei verändern sich Puls, Blutdruck und Körpertemperatur ebenso wie unsere persönliche Leistungsfähigkeit. Diese innere Uhr tickt allerdings von Mensch zu Mensch verschieden.
Fliegt der Reisende über mehrere Zeitzonen nach Westen, verlängert sich der Tag, was unserer eher langsamer gehenden inneren Uhr entgegenkommt. Bei Flügen nach Osten verkürzt sich unser normaler Tagesrhythmus. Um eine zweistündige Zeitverschiebung auszugleichen, benötigt unser Körper durchschnittlich etwa 24 Stunden. Diese Anpassung verläuft um etwa 20 Prozent schneller nach einem Flug westwärts als nach einem Flug in östliche Richtung.
Pro Stunde ein Tag zur Anpassung
Gehen Sie generell davon aus, dass Ihr Körper für jede Stunde Zeitverschiebung einen Tag benötigt, um sich anzupassen. Fliegen Sie zum Beispiel von Deutschland aus in die USA, benötigt Ihr Körper fast eine Woche, bis sich wieder ein normaler Tagesrhythmus eingestellt hat. In dieser Zeit sind Sie tagsüber müde, und nachts fühlen Sie sich wach. Auch stellt sich Ihr Appetit nicht zu den ortsüblichen Essenszeiten ein.
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Autor: Sabine Keller, Bernhard-Nocht-Institut, Hamburg, erstellt am 19.04.06; zuletzt aktualisiert von Sabine Hockling am 17.04.11
Quelle: Centrum für Reisemedizin Düsseldorf, dpa

