Gezielte Behandlung im Ausland

Nicht nur auf Urlaubsreisen sind Sie im europäischen Ausland durch die TK gut geschützt. Auch wenn Sie zum Beispiel extra zur Zahnbehandlung nach Tschechien fahren oder zur Physiotherapie nach Österreich, ist die TK für Sie da.

Damit die TK die Kosten erstatten kann, wenn Sie gezielt zu einer Behandlung ins europäische Ausland reisen, müssen einige Voraussetzungen erfüllt sein.

 

Die wichtigsten Voraussetzungen

  • Die TK hätte die Kosten für die Leistung auch in Deutschland übernommen. Das bedeutet: Die Leistungen, die Sie im Ausland in Anspruch nehmen, müssen auch in Deutschland zum Leistungskatalog der gesetzlichen Krankenversicherung gehören.
  • Wenn Sie sich in einem ausländischen Krankenhaus behandeln lassen wollen, benötigen Sie dazu vorher eine Kostenzusage der TK.
  • Alle Voraussetzungen müssen erfüllt sein, bevor Sie die Behandlung beginnen. Für manche Leistungen, etwa bei Zahnersatz oder einer stationären Behandlung, muss die TK zum Beispiel vorher Ihrem Antrag zugestimmt haben.

Für Leistungen, die nicht in Deutschland zugelassen sind, darf die TK keine Kosten erstatten, auch dann nicht, wenn Sie sie im Ausland in Anspruch nehmen. Das betrifft alle Behandlungsmethoden, Arznei-, Heil- und Hilfsmittel, die in Deutschland nicht anerkannt sind.

 

Auch wenn Sie als TK-Versicherter im Ausland wohnen, darf die TK die Kosten gegebenenfalls nicht übernehmen.

 

Lassen Sie sich bei Bedarf von Ihrer TK ausführlich beraten. Am besten wenden Sie sich vor Ihrer Abreise an die TK. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter informieren Sie gern und fachkundig.

 

Die Kostenerstattung ist für alle EU-Länder und für Behandlungen in Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz möglich.

 

Länder mit Kostenerstattung bei gezielter Behandlung im Ausland

  • Belgien
  • Bulgarien
  • Dänemark
  • Estland
  • Finnland
  • Frankreich
  • Griechenland
  • Großbritannien und Nordirland
  • Irland
  • Island
  • Italien
  • Kroatien
  • Lettland
  • Liechtenstein
  • Litauen
  • Luxemburg
  • Malta
  • Niederlande
  • Norwegen
  • Österreich
  • Polen
  • Portugal
  • Rumänien
  • Schweiz
  • Schweden
  • Slowakische Republik
  • Slowenien
  • Spanien
  • Tschechien
  • Ungarn
  • Zypern (griechischer Teil)

 

Rechnung zunächst selbst bezahlen

Die Rechnung für die in Anspruch genommene Behandlung müssen Sie zunächst vor Ort selbst bezahlen. Sie sind direkter Vertragspartner des ausländischen Leistungserbringers.

 

Auch wichtig zu wissen: Die TK kann keinen Einfluss auf Qualität und Preis der Leistungen nehmen.

 

Wichtig: eine detaillierte Rechnung

Damit Sie Ihre Kosten reibungslos erstattet bekommen, reichen Sie bitte detaillierte und quittierte Rechnungen und Verordnungen ein. Aus ihnen muss genau hervorgehen, wer behandelt wurde, worin die Behandlung oder Leistung bestand und welche Kosten dafür angefallen sind.

 

Höhe der Kostenerstattung

Die TK übernimmt die Kosten Ihrer Behandlung im Ausland, die auf Ihrer Rechnung ausgewiesen sind - maximal allerdings die Kosten, die entstanden wären, wenn Sie die gleiche Sachleistung in Deutschland in Anspruch genommen hätten. Denn auch wenn Sie die Leistung im Ausland eingekauft haben, gilt bei der Erstattung das deutsche Recht. Das führt auch dazu, dass die TK von dem zu erstattenden Betrag folgende Abschläge abzieht:

  • die nach deutschem Recht vorgesehenen Zuzahlungen und Eigenbeteiligungen.
  • den Abschlag für Verwaltungskosten und fehlende Wirtschaftlichkeitsprüfung. Dieser Abschlag beträgt fünf Prozent, aber mindestens 2,50 Euro und maximal 25 Euro.

Diese Kosten müssen Sie also selbst zahlen.

 

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