Das Gehen (Walking) mit speziellen Laufstöcken - Nordic Walking genannt - entwickelte sich 1997 aus dem Sommertraining des Skilanglaufs in Finnland.
Dort ist dieser Sport der Renner und hat dem Jogging schon lange den Rang abgelaufen. Aber auch hierzulande wissen immer mehr Anhänger, diesen ausgezeichneten Gesundheitssport zu schätzen. Und das zu Recht, denn Nordic Walking bietet gleich eine ganze Palette an Vorteilen.
Vorteile des Nordic Walkings
- Durch den Stockeinsatz im Nordic Walking wird der Bewegungsapparat bis zu 30 Prozent entlastet und die Oberkörpermuskulatur zusätzlich trainiert.
- Gleichmäßige und wohldosierte Bewegungen helfen, Muskelverspannungen im Schulter-Nackenbereich vorzubeugen und entgegenzuwirken.
- Die Belastung des Bewegungsapparates kann durch die Stöcke reduziert werden. Deshalb eignet sich Nordic Walking besonders gut auch für Personen mit Knie- und Rückenproblemen.
- Etwa 90 Prozent der gesamten Körpermuskulatur wird aktiviert.
- Äußerst effektives Ganzkörpertraining.
- Sehr effektives Herz-Kreislauf- und Stoffwechseltraining.
- Kurbelt Energieumsatz und Fettverbrennung wesentlich stärker als normales Walking an.
- Durch gut zu dosierende Belastung, geringes Verletzungsrisiko und hohen Spaßfaktor als optimales Ausdauertraining für jede Alters- und Leistungsgruppe geeignet.
Ausrüstung
Das einzige, was zusätzlich zu funktioneller Sportkleidung und Sportschuhen mit einem guten Dämpfungssystem für das Nordic Walking gebraucht wird, sind die Laufstöcke. Diese sind meist aus Kohle- und Glasfaser.
Stocklänge
Als Faustregel für die passende Stocklänge gilt der rechte Winkel zwischen Ober- und Unterarm bei gerade aufgesetztem Stock.
Autor: Diplom-Sportwissenschaftler Uwe-Folker Haase, erstellt am 10.03.05; zuletzt aktualisiert am 16.01.12
Quelle: TK