Im Heidelberger Ionenstrahl-Therapiezentrum (HIT) können Tumore noch gezielter behandelt werden.
Die Ionenstrahltherapie ermöglicht es, auch schwer zugängliche Tumore zu erreichen, die aufgrund ihrer Tiefe im Körper mit der herkömmlichen Strahlentherapie nicht optimal therapiert werden können.
Die neue Technik erlaubt eine zielgenauere Bestrahlung der Tumore. Damit wird das gesunde tumorumgebende Gewebe deutlich weniger beschädigt als bei herkömmlichen Bestrahlungen. Gleichzeitig kann die Strahlendosis im Tumor erhöht werden.
Im neuen HIT sollen jährlich 1.300 Tumorpatienten mit diesem biologisch hochwirksamen Therapieverfahren behandelt werden. 70 Mitarbeiter kümmern sich im HIT an 330 Tagen rund um die Uhr um die Patienten und den Betrieb der Anlage. Die geringste Zeit nimmt dabei die Bestrahlung selbst in Anspruch. Bei den meisten Patienten dauert diese nur wenige Minuten. Sehr viel zeitaufwändiger ist die Vorarbeit, bei der es in erster Linie darum geht, den Patienten exakt zu lagern.
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In der Beschleunigeranlage werden die Ionen auf eine Geschwindigkeit von 220 000 Kilometer pro Sekunde beschleunigt. Das entspricht drei Viertel der Lichtgeschwindigkeit. Weltweit einmalig ist es, dass sich der Ionenstrahl sogar rund um den Patienten drehen lässt.
Die TK hat gemeinsam mit anderen Ersatzkassen einen Behandlungsvertrag mit dem HIT abgeschlossen und ermöglicht ihren Versicherten damit den Zugang zu dieser modernen Strahlentherapie.
Autor: TK-Landesvertretung Baden-Württemberg, erstellt am 05.11.09; zuletzt aktualisiert am 25.10.11