Überraschenderweise treten die Wasserverluste nicht unmittelbar nach dem Auftreten des Flüssigkeitsverlustes, sondern am stärksten am Folgetag auf. Es bringt also nichts, am Abend mehr zu trinken, um die Verluste des Tages auszugleichen. Wichtig ist eine ausgewogene Tages-Wasser-Gesamtwasserbilanz über den ganzen Tag.
Häufig verwechselt man auch das Hungergefühl mit dem Durst. Dies kann vor allem passieren, wenn Menschen nicht ganz bewusst auf ihre Flüssigkeitszufuhr achten. Hunger und Durst äußern sich mit ähnlichen Anzeichen. Wenn Menschen dann ausreichend trinken, essen sie automatisch weniger.
Besonderer Flüssigkeitsbedarf
Bei heißem Klima, anstrengender körperlicher Arbeit, Sport, Fieber, Erbrechen und Durchfall verliert der Körper mehr Wasser. In diesem Fall sollte mehr getrunken werden als die angegebenen Mengen.
Tipps für sinnvolles Trinken beim Sport
Kaffee und schwarzer Tee stehen zwar nicht auf der Verbotsliste, mehr als zwei bis drei Tassen täglich sollten es aber nicht unbedingt sein. Von zuckerreichen Limonaden, Cola und Fruchtsaftgetränken ist eher abzuraten. Alkoholische Getränke eignen sich ebenfalls nicht als Durstlöscher. Sie erhöhen sogar den Flüssigkeitsbedarf. Beispiel: Damit der Körper den Alkoholgehalt von einem Glas Whisky verarbeiten kann, benötigt er einen halben Liter Wasser.
Autor: Marcus Anhäuser, erstellt am 28.04.03; zuletzt aktualisiert von Diplom-Ökotrophologin Dr. Gunda Backes am 28.10.08
Quelle: aid/IfS/UBA/DGE/dpa