Natrium bestimmt Volumen und Druck der Körperflüssigkeiten außerhalb der Zellen, zum Beispiel der Blutflüssigkeit, und regelt zusammen mit Kalium den Wasserhaushalt des Körpers. Zusätzlich spielt es eine Rolle bei der Übertragung von Nervenimpulsen und ist wichtig für den Säure-Basen-Haushalt. Ein Mangel an Natrium, der beispielsweise durch extremes Schwitzen oder lang anhaltenden Durchfall auftreten kann, führt zu einer Entwässerung des Körpers sowie zu Störungen der Nieren- und Muskelfunktion.
Natrium wird gewöhnlich in Form von Kochsalz (NaCl) konsumiert, und zwar oft in Mengen, die weit über den Bedarf hinausgehen. Das Salzen von Speisen und der vorhandene Salzgehalt in Lebensmittelerzeugnissen wie Käse, Wurst, Fertigbrühe, Konserven und Fertigprodukten tragen zum hohen Kochsalzverzehr bei.
Im Normalfall sollten mindestens 550 Milligramm Natrium pro Tag, entsprechend 1,4 Gramm Kochsalz, aufgenommen werden. Höhere Mengen als sechs Gramm Kochsalz täglich gelten als nutzlos, in manchen Fällen sind sie sogar schädlich. Zu viel Salz kann einen Bluthochdruck bei Menschen verstärken oder sogar auslösen, die auf Natrium empfindlich reagieren. Umgekehrt besteht die Chance, durch eine salzarme Ernährung einen zu hohen Blutdruck zu senken, der als Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen gilt. Bei einer natriumarmen Diät sollten Sie nicht mehr als 1200 Milligramm Natrium pro Tag zu sich nehmen. Das entspricht drei Gramm Kochsalz. Mit vier Scheiben Brot à 35 Gramm werden beispielsweise etwa zwei Gramm Kochsalz aufgenommen.
Allgemein führt ein hoher Kochsalzkonsum zu einer vermehrten Ausscheidung von Natrium, wobei gleichzeitig auch Kalzium mit ausgespült wird. Bei Frauen nach den Wechseljahren führt der Kalziumverlust zu einer geringeren Knochendichte und verstärktem Knochenabbau. Damit steigt das Osteoporoserisiko. Beim Salzkonsum gilt daher: Weniger ist mehr. Zur Würze und Geschmacksverbesserung bieten sich alternativ frische Kräuter an, die sogar noch weitere Nährstoffe liefern.
Empfohlene Tagesdosis für Erwachsene: 550 Milligramm
Autor: Diplom-Ökotrophologin Kordula Werner, erstellt am 15.01.03; zuletzt aktualisiert von Diplom-Ökotrophologin Dr. Gunda Backes am 22.10.08
Quelle: TK