Tierisches Eiweiß aus Fisch, Fleischwaren, Milch, Milchprodukten und Eiern ähnelt in seiner Zusammensetzung unserem Körpereiweiß. Es enthält nahezu alle lebensnotwendigen Aminosäuren in einem günstigen Verhältnis. Man spricht hierbei auch von einer hohen biologischen Wertigkeit.
Tierische Eiweiße besitzen aber auch Nachteile: Fettreiche Fleischarten, Wurst und Eier liefern unerwünschte Begleitstoffe wie zum Beispiel Cholesterin, Purine, Fett oder Kochsalz. Diese Stoffe können Übergewicht, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Fettstoffwechselstörungen, Arterienverkalkung und Gicht begünstigen.
Übrigens: Es geht auch ohne Fleisch. Wer regelmäßig Milch, Milchprodukte und Eier isst, braucht keinen Eiweißmangel zu befürchten.
Pflanzliches Eiweiß ist in pflanzlichen Lebensmitteln wie Brot, Getreide, Gemüse, Hülsenfrüchten und Kartoffeln enthalten. Auch wenn unser Körper dieses nicht so gut verwerten kann wie tierisches Eiweiß, besitzt pflanzliches Eiweiß einen entscheidenden Vorteil: Negative Begleitstoffe wie gesättigte Fette, Purine und Cholesterin sind kaum oder gar nicht enthalten.
Die Mischung macht's
Die Kombination tierischer und pflanzlicher Lebensmittel ist für den Körper günstiger als der Verzehr einzelner eiweißreicher Lebensmittel. So ergänzen sich beispielsweise Kartoffeln und Ei besonders gut, ebenso wie Rindfleisch und Kartoffeln, Milch und Kartoffeln oder Getreide und Milch. Ein Beispiel: Mit einem Joghurt, 100 Gramm Edamer, drei Scheiben Brot und 200 Gramm Zucchini werden schon 45 Gramm Eiweiß erreicht.
Autor: Diplom-Ökotrophologin Alexandra Krotz, erstellt am 22.04.03; zuletzt aktualisiert von Diplom-Ökotrophologin Dr. Gunda Backes am 28.10.08
Quelle: TK