Die Vitamine C und E sowie das Beta-Carotin als Vorstufe von Vitamin A gehören zu den so genannten Antioxidantien. Sie sind quasi als Polizei im Körper unterwegs und fangen zellschädigende Freie Radikale. Diese äußerst aggressiven Sauerstoffteilchen stürzen sich auf lebende Zellen und können diese nachhaltig schädigen. Die Zelle geht zugrunde oder entartet zur Krebszelle.
Bei besonders massivem Auftreten freier Sauerstoffradikaler entsteht für die betroffenen Menschen eine "oxidative Stress-Situation". Diese tritt vor allem dann auf, wenn sich der Körper gegen Infekte und entzündliche Prozesse wehren muss oder wenn man unter starker körperlicher oder geistiger Anspannung steht. Zusätzlich gibt es äußere Auslöser wie etwa UV-Strahlung, Chemikalien oder Arzneimittel.
Doch auch für unseren Organismus gilt: Kein Angriff ohne Verteidigung. Deshalb hält er "Radikalenfänger" bereit. Neben verschiedenen Enzymen eben auch die antioxidativ wirksamen Vitamine C, E und Beta-Carotin. Damit beispielsweise die für die Immunabwehr so wichtigen Fresszellen nicht selbst von den Radikalen vernichtet werden, statten sie sich im Zellinneren mit reichlich Vitamin C aus. Sie verbrauchen etwa 50-mal soviel Vitamin C wie andere Zellen. Ähnliches gilt für die anderen antioxidativen Vitamine.
Gute Lieferanten von Antioxidantien sind fast alle Obst- und Gemüsesorten, besonders intensiv gefärbte Grüngemüse, Tomaten, Möhren sowie hochwertige Pflanzenöle.
Infarktschutz
Freie Radikale sind offensichtlich auch am Entstehen der Arterienverkalkung, der Arteriosklerose, beteiligt. Und die wiederum ist ein bedeutsamer Faktor für Herzinfarkt und Schlaganfall. Am Institut für Physiologische Chemie in Düsseldorf fand man heraus, dass sich die Sauerstoffradikale insbesondere auf die schädliche LDL-Fraktion des Blut-Cholesterins stürzen und die Fettsäuren zersetzen. Erst auf Grund dieses gewissermaßen ranzigen LDL-Cholesterins bildet sich "Fettmüll", der sich in die Innenwand der Arterien einlagert und mit dem die Arteriosklerose beginnt. Je höher der Gehalt an antioxidativen Vitaminen im Blut, hier insbesondere an Vitamin E und Beta-Carotin, desto geringer ist die Möglichkeit der Oxidation des LDL-Cholesterins, desto besser der Schutz vor Ablagerungen in den Gefäßen.
Autor: Diplom-Ökotrophologin Alexandra Krotz, erstellt am 30.04.03; zuletzt aktualisiert von Diplom-Ökotrophologin Dr. Gunda Backes am 08.10.08
Quelle: TK