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Angina Pectoris

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Der Herzmuskel wird durch zwei Herzkranzgefäße (Koronararterien) mit Sauerstoff versorgt.

Was ist Angina Pectoris?

Bei der Koronaren Herzkrankheit (KHK) verengen sich die Gefäße durch arteriosklerotische Veränderungen in Form von Plaques beziehungsweise Fettablagerungen oder Verkalkungen. Dies führt zur Minderdurchblutung des Herzmuskels, was normalerweise keine Beschwerden hervorruft.

 

Bei körperlicher Anstrengung (Treppensteigen), Aufregung, Kälte oder nach schweren Mahlzeiten können sich die vorgeschädigten Herzkranzgefäße jedoch weiter verengen und es kommt zu plötzlichen, Sekunden bis Minuten anhaltenden Schmerzen im Brustkorb: einem Angina Pectoris - Anfall.

 

Diese vorübergehende Verengung der Koronararterien kann in einen Herzinfarkt übergehen und lebensbedrohlich werden.

 

Was sind die Symptome einer Angina Pectoris?

Meist geht dem Anfall ein besonderes Ereignis voraus (körperliche Anstrengung oder Ähnliches), seltener treten die Beschwerden unvermittelt auf. Typische Zeichen eines Angina-Pectoris-Anfalls sind:

 

  • Plötzliches Druck- und Engegefühl in der Brust (ähnlich einem Rettungsring um die Brust herum), meist nach Belastung, Aufregung, Kälte oder Ähnliches
  • Schmerzen hinter dem Brustbein, die eventuell in den linken Arm, Oberbauch oder Kiefer ausstrahlen
  • Die Enge in der Brust wird von den Betroffenen oft als lebensbedrohlich empfunden und sie geraten in Todesangst, haben Herzrasen und Schweißausbrüche
  • Luftnot
  • Herzrhythmusstörungen
  • Der Schmerzcharakter ist nicht einheitlich: Auch ein stechender Brustschmerz kann eine Angina pectoris sein!
  • Nach der Gabe von Nitroglycerin, das die verengten Herzkranzgefäße erweitert, lassen die Beschwerden meist rasch nach!

 

Wie ausgeprägt Angina-Pectoris-Beschwerden sind, hängt in der Regel von der Schwere der Koronaren Herzkrankheit ab. Die Beschwerden können an Dauer, Häufigkeit und Intensität zunehmen. Im schlimmsten Fall führt die Gefäßverengung zu einem Herzinfarkt, bei dem das betroffene Gewebe dauerhaft nicht durchblutet und mit Sauerstoff versorgt wird.

 

So können Sie bei einem Angina-Pectoris-Anfall Erste Hilfe leisten!

 

  • Rufen Sie den Rettungsdienst! Wählen Sie den Notruf 112! Nur ein Arzt kann durch eine Blutuntersuchung und ein Elektrokardiogramm (EKG) einen Herzinfarkt ausschließen!
  • Herzkranke haben oft ein Nitro-Spray oder Zerbeiß-Kapseln dabei. Fragen Sie den Betroffenen danach und helfen Sie ihm gegebenenfalls bei der Einnahme des Medikamentes!
  • Kontrollieren Sie regelmäßig die Atmung, das Bewusstsein und den Kreislauf des Patienten!
  • Sorgen Sie dafür, dass der Patient bequem und mit erhöhtem Oberkörper liegt!
  • Öffnen Sie enge Kleidung, vor allem am Hals (zum Beispiel Hemdkragen oder Krawatte)!
  • Sorgen Sie für frische Luft (zum Beispiel Fenster öffnen)!
  • Reden Sie beruhigend auf den Betroffenen ein. Der Schmerz kann Todesangst auslösen!
  • Lassen Sie den Betroffenen nicht allein. Bleiben Sie auf jeden Fall bei ihm, bis der Notarzt eintrifft!

Autor: Uli Kraft; Dr. med. Martina Waitz, erstellt am 28.10.04; zuletzt aktualisiert am 12.09.11

 
 
 

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