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Appendizitis (Blinddarmentzündung)

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Was umgangssprachlich als Blinddarmentzündung bezeichnet wird, ist lediglich eine Entzündung des Wurmfortsatzes (Appendix vermiformis) des Blinddarms, der sich am Anfang des Dickdarms befindet.

Was ist eine Appendizitis?

Die Appendizitis ist eine verbreitete Erkrankung, die besonders häufig im Kindes- und Jugendalter auftritt.

 

Meistens bleibt die Ursache für eine Appendizitis unbekannt. Kommt es zu einer Abknickung des Blinddarms, narbigen Verengungen oder einer Verlegung durch Fremdkörper (zum Beispiel verschluckter Obstkern), können Stuhlreste den Blinddarm verstopfen (Kotstau). Im Kot enthaltene Bakterien vermehren sich und führen zu einer Entzündung. Selten sind Darmparasiten (Wurmbefall) für eine Blinddarmentzündung verantwortlich.

 

Was sind die Symptome einer Appendizitis?

 

  • Am häufigsten sind Bauchschmerzen, die in der Regel im Oberbauch beginnen und oft von Übelkeit, seltener von Erbrechen, begleitet werden.
  • Nach einigen Stunden verlagern sich die Schmerzen in den rechten Unterbauch.
  • Die Schmerzen verschlimmern sich bei Erschütterungen des Körpers und Bewegung des rechten Beines.
  • Begleitet sind diese Schmerzen oft von Fieber und allgemeinem Krankheitsgefühl.
  • Manchmal kommt es auch zu Verstopfung oder Durchfall.

 

Eine gefürchtete Komplikation ist der sogenannte "Blinddarm-Durchbruch": Hierbei bricht der entzündete Wurmfortsatz in die Bauchhöhle ein. Symptome dieser lebensbedrohlichen Notfallsituation sind:

 

Vernichtungsschmerzen, brettharter Bauch, Kollaps bis Schock et cetera (siehe Symptome "Akutes Abdomen")

 

Wie kann man bei einer Appendizitis Erste Hilfe leisten?

 

  • Bringen Sie den Betroffenen schnellstmöglich zum Arzt! Rufen Sie bei Verdacht auf einen Blinddarm-Durchbruch sofort den Rettungsdienst! Wählen Sie den Notruf 112!
  • Lassen Sie den Betroffenen in einer für ihn bequemen Lage liegen, zum Beispiel auf der Seite mit angezogenen Beinen!
  • Decken Sie ihn zu, damit er nicht friert!
  • Geben Sie dem Erkrankten nichts zu essen oder zu trinken!
  • Kontrollieren Sie regelmäßig seine Atmung, seinen Kreislauf und sein Bewusstsein!
  • Beruhigen Sie den Betroffenen und bleiben Sie bei ihm, bis der Arzt kommt!

Autor: Uli Kraft; Dr. med. Martina Waitz, erstellt am 28.10.04; zuletzt aktualisiert am 12.09.11

 
 
 

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