Untermenü

Behandlungen

 
 
 
Sie befinden sich hier:

tk.de . > Medizin & Gesundheit . > Behandlungen . > Behandeln: B . > Bisswunden

Inhaltsbereich

Bisswunden (Wunden durch Tierbisse)

Artikel vorlesen
 

Immer wieder werden Menschen von Tieren gebissen, oft sind sie Opfer von falsch erzogenen, frei herumlaufenden Hunden.

Was sind Bisswunden?

Gefährlich sind tollwutkranke Hunde: Sie sind besonders aggressiv und greifen häufig blindwütig an. Das Gleiche gilt für wildlebende Tiere, zum Beispiel Füchse in den Wäldern. Schlangenbisse kommen hierzulande seltener vor.

 

Bisswunden reichen von kleinen Hautdefekten bis hin zur Amputation einzelner Körperteile oder sogar zu tödlichen Bissverletzungen.

 

Was sind die Gefahren und Symptome bei Bisswunden?

Tierbisse können tiefe Wunden und Quetschungen verursachen. Neben einem starken Blutverlust besteht die Gefahr, dass Keime aus dem Tierspeichel die Wunde verunreinigen und Entzündungen hervorrufen. Ungeschützt ist das verletzte Gewebe eine Eintrittspforte für Bakterien oder Pilze.

 

Unspezifische Wundinfektion:

Anzeichen einer Wunde, die sich durch eingedrungene Keime entzündet hat, sind:

 

  • Rötung
  • Überwärmung
  • Schmerzen
  • Schwellung

 

Gelangen die Erreger über die Blutbahn in den Körper, kann dies zu einer lebensbedrohlichen Blutvergiftung (Sepsis) führen!

 

Tollwutinfektion:

Menschen stecken sich vor allem durch Hunde- oder Fuchsbisse mit Tollwut (Rabies) an. Mit dem Speichel gelangen die Tollwut-Viren in die Wunde und breiten sich von dort ins Gehirn und ins Rückenmark aus. Die Krankheit endet fast immer tödlich. Achtung: Es gibt keine Warnzeichen für eine Infektion! Zeichen einer Tollwutinfektion sind:

 

  • Meist drei bis acht Wochen nach dem Tierbiss kommt es zu uncharakteristischen Beschwerden wie Übelkeit, Fieber, Husten, Kopf- und Muskelschmerzen.
  • Die Betroffenen sind unruhig; die Bissstelle schmerzt, kribbelt, brennt und fühlt sich manchmal auch taub an.
  • Die Hirnentzündung (Enzephalitis) äußert sich mit Ängstlichkeit, Verwirrtheit, Schlaflosigkeit, Gefühlsschwankungen und Überaktivität sowie mit Krämpfen.
  • Typisch sind auch vermehrter Speichelfluss, Schwitzen und Muskelkrämpfe, zum Beispiel der Schlundmuskulatur beim Anblick von Flüssigkeit ("Wasserscheu").
  • Das Endstadium, die so genannte "Stille Wut", ist durch Lähmungen der Hirnnerven und der Arme und Beine gekennzeichnet. Bald sind auch die Atem- und die Herzmuskulatur gelähmt und die Betroffenen sterben bei vollem Bewusstsein an Lungen- und Herzversagen.

 

Tetanusinfektion:

Tetanus (Wundstarrkrampf) wird durch das Nervengift-bildende Bakterium Clostridium tetani ausgelöst. Der Erreger dringt in Wunden ein und es kommt zu Krämpfen der Muskulatur bis hin zum Atemstillstand und Tod.

 

Die einzige Vorbeugung vor einer Tetanusinfektion ist die Schutzimpfung.

 

Seite 1/2
vorherige Seite nächste Seite

Autor: Uli Kraft; Dr. med. Martina Waitz, erstellt am 28.10.04; zuletzt aktualisiert am 12.09.11

 
 
 

Impressum und Hilfe