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Koma, diabetisches

 

Beim gesunden Menschen reguliert das körpereigene Hormon Insulin den Blutzuckerwert und sorgt dafür, dass er in nüchternem Zustand nicht höher als 110 Milligramm pro Deziliter (mg/dl) steigt.

Was ist ein Diabetisches Koma?

Beim Diabetiker ist die Insulinproduktion gestört, und es kommt zu einem erhöhten Blutzuckerspiegel. Je nach Art und Ausmaß der Zuckerkrankheit ist eine Stabilisierung des Blutzuckerspiegels nur durch Medikamente (Tabletten oder Insulin) möglich.

 

Dennoch kann der Blutzuckerspiegel plötzlich dramatisch auf Werte über 600 mg/dl ansteigen: Der Betroffene wird unter Umständen bewusstlos und kann in das sogenannte Diabetische Koma fallen. Mögliche Ursachen sind:

 

  • Vergessene oder zu niedrig dosierte Medikamenten-/Insulineinnahme
  • Zu viele kohlenhydrat- oder zuckerhaltige Nahrungsmittel (Diätfehler)
  • Erhöhter Insulinbedarf bei Infektionen oder Stress
  • Eine gleichzeitige Therapie mit blutzuckersteigernden Medikamenten (zum Beispiel Kortison)
  • Ausbruch eines Typ-1-Diabetes (Jugendlicher Typ)

 

Was sind die Symptome eines Diabetischen Komas?

Nicht selten kündigt sich das Diabetische Koma durch Appetitlosigkeit, Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerzen, Schwindel und Schwäche, trockene Haut sowie durch häufiges und vermehrtes Wasserlassen an.

 

Im fortgeschrittenen Stadium der Überzuckerung kommt es dann zu:

 

  • Bewusstseinstrübung, Schläfrigkeit bis hin zur Bewusstlosigkeit (Koma),
  • einer vertieften, beschleunigten Atmung (sogenannte Kussmaul-Atmung),
  • Blutdruckabfall,
  • Herzrasen,
  • verminderter bis fehlender Urinausscheidung,
  • eventuell ist ein Azetongeruch in der Ausatemluft (Obst-/Wein-ähnlich, säuerlich) wahrnehmbar.

 

Erste Hilfe beim Diabetischen Koma

 

  • Rufen Sie sofort den Rettungsdienst! Wählen Sie den Notruf 112! Nur der Arzt kann die lebensrettende Behandlung durchführen!
  • Kontrollieren Sie regelmäßig die Atmung, das Bewusstsein und den Kreislauf des Patienten!
  • Ist er bewusstlos, bringen Sie ihn in die stabile Seitenlage!
  • Reden Sie beruhigend auf den Betroffenen ein!
  • Ist der Betroffene ansprechbar, fordern Sie ihn auf, seinen Blutzuckerwert (Blutzuckermessgerät) zu ermitteln. Führen Sie die Messung eventuell selbst durch, so bestätigen Sie Ihren Verdacht.
  • Lassen Sie den Betroffenen nicht allein, bleiben Sie auf jeden Fall bei ihm, bis der Notarzt eintrifft!

Autor: Uli Kraft; Dr. med. Martina Waitz, erstellt am 28.10.04; zuletzt aktualisiert am 12.09.11

 
 
 

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