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Ersticken

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Beim Einatmen strömt Luft in den Körper und versorgt jede einzelne Zelle mit Sauerstoff.

Was ist Ersticken?

Fehlt Sauerstoff, sterben die Zellen ab und die lebensnotwendigen Organe wie Herz oder Gehirn versagen. Ersticken bedeutet den Tod durch Sauerstoffmangel.

 

Ist der Atemvorgang massiv behindert, kann der Betroffene ersticken. Kleinkinder erfordern unsere besondere Aufmerksamkeit: Solange sie alles in den Munde stecken, ist die Gefahr groß, dass Fremdkörper wie Spielzeugteilchen oder Erdnüsse in ihre Luftröhre gelangen. An Erbrochenem oder an Blut zu ersticken, droht vor allem bewusstlosen Menschen.

 

Erstickungsgefahr besteht ebenfalls bei einem Insektenstich im Mund, Rachen oder Hals: In Sekundenschnelle kommt es zum Anschwellen der Schleimhäute und damit zur Einengung der Atemwege. Auch Nahrungsmittel (zum Beispiel Nüsse, Obst) können eine solche allergische Reaktion auslösen.

 

Was sind die Symptome beim Ersticken?

 

  • Fremdkörper in der Luftröhre lösen meist einen starken Hustenreiz aus. Manchmal ist ein pfeifendes Atemgeräusch durch die Atembehinderung zu hören.
  • Die Betroffenen klagen über plötzliche Atemnot und geraten mitunter in Todesangst: Sie werden unruhig, panisch, zittern und schwitzen.
  • Ist ein Fremdkörper im Rachen steckengeblieben oder in die Speiseröhre gelangt, löst dies oft einen Würge- und Brechreiz aus. Achtung: Ein Fremdkörper in der Speiseröhre kann zum Ersticken führen, wenn er auf die Luftröhre drückt und die Luftzufuhr abklemmt!
  • Durch den Sauerstoffmangel bekommt der Erstickende eine blau-violette Gesichtsfarbe und blaue Lippen.
  • Bei einem Insektenstich oder einer allergischen Reaktion erkennt man gelegentlich eine äußere Schwellung des Halses oder eine geschwollene Zunge.

 

Erste Hilfe für Erstickende

 

  • Alarmieren Sie den Rettungsdienst: Wählen Sie den Notruf 112!
  • Versuchen Sie, einen sichtbaren Fremdkörper selbst zu entfernen (zum Beispiel durch Herausziehen mit den Fingern)!
  • Steckt ein Fremdkörper in den Luftwegen, bitten Sie den Betroffenen, sich mit dem Oberkörper nach vorne zu beugen. Stellen Sie sich neben oder hinter ihn und schlagen Sie ihm mehrfach kräftig zwischen die Schulterblätter. Durch den so ausgelösten Hustenreiz kann der Fremdkörper eventuell ausgehustet werden.
  • Fordern Sie den Betroffenen auf, mit dem Finger im Rachen einen Brechreiz auszulösen.
  • Manchmal können Fremdkörper durch Erbrechen aus der Speiseröhre entfernt werden.
  • Lässt sich der Fremdkörper mit den oben genannten Methoden nicht entfernen, müssen Sie den Heimlich-Handgriff anwenden: Im Stehen: Umfassen Sie die Person von hinten in Höhe des Oberbauchs und drücken Sie anschließend mit beiden Fäusten ruckartig und kräftig zu! Im Liegen: Drücken Sie mit einem Handballen ruckartig und kräftig auf den Oberbauch!
  • Bei Schwellungen im Mund und Rachen hilft rasche Kühlung: Legen Sie kalte, feuchte Umschläge oder Kühlpackungen auf den Hals und geben Sie dem Betroffenen Eis (etwa Eiswürfel) zum Lutschen.
  • Kontrollieren Sie regelmäßig das Bewusstsein, die Atmung und den Kreislauf des Betroffenen!
  • Bei Atemstillstand müssen Sie mit der lebensrettenden Beatmung beginnen und diese bis zum Eintreffen des Notarztes fortsetzen!

Autor: Uli Kraft; Dr. med. Martina Waitz, erstellt am 28.10.04; zuletzt aktualisiert von TK am 12.09.11

 
 
 

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