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Arterieller Gefäßverschluss (Arterienverschluss)

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Arterien (Schlagadern) transportieren sauerstoffreiches Blut vom Herzen zu den Organen hin.

Was ist ein arterieller Gefäßverschluss?

Arteriosklerotische Veränderungen der Arterien, umgangssprachlich "Arterienverkalkung", führen zur Verengung der Gefäße, so ass auf Dauer immer weniger Blut durch sie hindurchfließen kann und schwerwiegende Folgen drohen.

 

Ein plötzlicher arterieller Gefäßverschluss ist die komplette Verstopfung einer Arterie. Am häufigsten sind Arme und Beine betroffen. Möglich ist ein Verschluss als Folge einer langjährigen Arteriosklerose Glossar-Symbol der Arm- beziehungsweise Beinarterie selbst (Thrombose Glossar-Symbol). Wesentlich häufiger aber kommt es durch ein eingeschwemmtes Blutgerinnsel aus dem linken Herzen, das in der Arterie stecken bleibt, zum Verschluss (Embolie). Gefährdet sind vor allem Menschen, die an einer Herzerkrankung, zum Beispiel an Herzrhythmusstörungen (Vorhofflimmern), leiden.

 

Was sind die Symptome eines Arterienverschlusses?

Im Falle einer Embolie treten die Beschwerden ganz plötzlich und "peitschenhiebartig" auf! Bei einer örtlichen Thrombose entwickeln sich die Beschwerden langsamer.

 

Typisch für einen arteriellen Gefäßverschluss sind die folgenden Symptome, die man sich der englischen Übersetzung folgend als "Die-Sechs-P" merken kann:

 

In dem betroffenen Körperteil kommt es zu:

 

  • Pain: Schmerzen etwa handbreit unter dem Verschluss
  • Paleness: Blässe
  • Paraesthesia: Gefühlsstörung
  • Pulselessness: Pulsausfall aufgrund der fehlenden arteriellen Durchblutung
  • Paralysis: Lähmung

 

Beim Betroffenen selbst zu:

 

  • Prostration: Schock

 

Erste Hilfe beim arteriellen Gefäßverschluss

 

  • Rufen Sie sofort den Rettungsdienst! Wählen Sie den Notruf 112!
  • Lagern Sie das betroffene Körperteil (Arm oder Bein) tief so, dass es herabhängt!
  • Polstern Sie die betroffene Extremität gut ab, damit keine Druckstellen entstehen und die Durchblutung dadurch nicht noch weiter behindert wird!
  • Bringen Sie niemals Wärme (zum Beispiel Wärmflaschen) auf das betroffene Körperteil
  • Reden Sie beruhigend auf den Erkrankten ein!
  • Kontrollieren Sie regelmäßig die Atmung und den Kreislauf des Patienten!
  • Lassen Sie den Betroffenen nicht allein, bleiben Sie auf jeden Fall bei ihm, bis der Notarzt eintrifft!

Autor: Uli Kraft; Dr. med. Martina Waitz, erstellt am 28.10.04; zuletzt aktualisiert am 12.09.11

 
 
 

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