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Hämorrhoidal-Blutung

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Hellrotes Blut auf dem Stuhl, Juckreiz, Brennen oder Nässen am After können Hinweise auf Hämorrhoiden sein.

Was sind Hämorrhoiden?

Hämorrhoiden sind knotenförmige Erweiterungen der Blutgefäße am Enddarm und häufig als Vorwölbung im Bereich des Afters sicht- und tastbar.

 

Eine mögliche Entstehungsursache für Hämorrhoiden ist übermäßiges Pressen beim Stuhlgang bei chronischer Verstopfung (Obstipation). Hierdurch kommt es zu einer vermehrten Ansammlung von Blut im Gefäßgeflecht des Afters, wodurch die Blutgefäße dauerhaft überdehnt werden.

 

Als weitere Ursachen spielen Übergewicht, angeborene Bindegewebsschwächen, Schwangerschaften, Bewegungsmangel und andauernde sitzende Tätigkeiten eine Rolle. Hämorrhoiden sind mögliche Begleiterscheinungen bei bestimmten Lebererkrankungen oder einer Tumorerkrankung im Dickdarm und sollten deshalb immer ärztlich abgeklärt werden.

 

Welche Beschwerden verursachen Hämorrhoiden?

  • Im Allgemeinen machen Hämorrhoiden nur leichte Beschwerden.
  • Meist äußern sich Hämorrhoiden durch Beimengungen von hellrotem Blut zum Stuhlgang: Dieser Anblick erschreckt viele Betroffene, besonders wenn sie nicht wissen, dass sie Hämorrhoiden haben!
  • Manchmal kommt es vor allem während des Stuhlgangs zu Juckreiz, Brennen oder Nässen am After.
  • Gelegentlich werden Hämorrhoiden auch ganz zufällig bei der Körperreinigung ertastet.

 

Erste Hilfe und Sofortmaßnahmen bei Hämorrhoidal-Blutung

  • Zunächst gilt es, Ruhe zu bewahren und sich nicht aus Angst vor einer schlimmeren Diagnose (zum Beispiel Darmkrebs) verrückt zu machen!
  • Sorgen Sie dafür, dass sich der Betroffenen bequem hinlegt (zum Beispielauf die Seite)!
  • Nehmen Sie ein paar sterile Kompressen und bitten Sie den Patienten, sich diese auf den After zu drücken, um eine möglicherweise anhaltende oder stärkere Blutung zu stillen.
  • Fordern Sie den Betroffenen auf, die Gesäßbacken fest zusammenzupressen.
  • Rufen Sie einen Arzt. Am besten und vor allem bei einer stärkeren Hämorrhoidal-Blutung sollten Sie einen Rettungsdienst alarmieren. Wählen Sie den Notruf 112!

Autor: Uli Kraft; Dr. med. Martina Waitz, erstellt am 28.10.04; zuletzt aktualisiert am 19.09.11

 
 
 

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