Wenn ein gesundes Herz beim Zusammenziehen Blut in die Arterien pumpt, ist diese Druckwelle als Pulsschlag zu fühlen.
Bluthochdruck und Hochdruckkrise
Danach entspannt sich das Herz und neues Blut strömt in die Herzkammern nach. Durch diese Vorgänge entstehen rhythmische Veränderungen des Blutdruckwertes: Normalerweise sollte der obere (systolische) Wert unter 130 mm Hg, der untere (diastolische) Wert nicht über 90 mm Hg liegen.
Klettert der obere Blutdruck über 140 mm Hg oder untere über 90 mm Hg, spricht man von einem behandlungsbedürftigen Bluthochdruck (arterielle Hypertonie).
Bei den meisten Menschen mit einem Bluthochdruck ist keine organische Ursache feststellbar. Bestimmte Risikofaktoren begünstigen allerdings die Entstehung einer arteriellen Hypertonie, zum Beispiel übermäßiger Kochsalz- und Alkoholkonsum, körperlicher und seelischer Dauerstress, Veranlagung, Übergewicht und Nierenerkrankungen.
Bei einer Hochdruckkrise (Hypertensive Krise) steigt der Blutdruck auf Werte über 230/130 mm Hg an. Diese schnelle, bedrohliche Erhöhung des Blutdrucks kann plötzlich und ohne äußeren Anlass auftreten und lebensgefährliche Folgen haben.
Was sind die Symptome einer Hochdruckkrise?
Von einer Hypertensiven Krise spricht man, wenn der Blutdruck krisenhaft (auf Werte über 230/130 mm Hg) ansteigt, der Betroffene aber keine Beschwerden und Symptome eines plötzlichen schweren Organschadens aufweist.
Der Hypertensive Notfall hingegen ist ein absolut lebensbedrohlicher Zustand! Das Leben des Patienten ist in Gefahr! Es kommt zu schweren Organschäden, die sich unter anderem mit folgenden Symptomen äußern können:
- Luftnot
- Herzschmerzen und Angina Pectoris - Anfälle
- Nasenbluten
- Ohrenrauschen und Kopfdruck
- Schwindel, Bewusstseinsstörungen bis hin zur Bewusstlosigkeit
- Sehstörungen und Augenschmerzen
- Starke Schmerzen im Leib
- Übelkeit und Erbrechen
Erste Hilfe bei einer Hochdruckkrise
Dies sollten Sie als Erst-Helfer tun:
- Rufen Sie sofort den Rettungsdienst! Wählen Sie den Notruf 112! Der Betroffene muss unverzüglich ärztlich behandelt werden!
- Sprechen Sie den Betroffenen an: Ist er bei Bewusstsein?
- Kontrollieren Sie regelmäßig die Atmung und den Kreislauf des Patienten!
- Reden Sie beruhigend auf den Betroffenen ein!
- Sorgen Sie dafür, dass der Patient bequem und mit erhöhtem Oberkörper liegt!
- Öffnen Sie enge Kleidung, vor allem am Hals (zum Beispiel Hemdkragen oder Krawatte)!
- Lassen Sie den Betroffenen nicht allein, bleiben Sie auf jeden Fall bei ihm, bis der Notarzt eintrifft!
Autor: Uli Kraft; Dr. med. Martina Waitz, erstellt am 28.10.04; zuletzt aktualisiert am 19.09.11