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Hörsturz

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Ungefähr 20 von 100.000 Menschen erleiden jedes Jahr einen plötzlichen Hörverlust.

Was ist ein Hörsturz?

Tritt plötzlich aus einem Wohlbefinden heraus und ohne eine erkennbare Ursache eine Hörverschlechterung oder sogar eine Ertaubung ein, spricht man von einem Hörsturz. Meist ist ein Ohr betroffen, lediglich in fünf von 100 Fällen tritt ein Hörsturz auf beiden Ohren auf.

 

Die Ursachen für einen plötzlichen Verlust des Hörvermögens sind nicht bekannt. Man vermutet, dass Durchblutungsstörungen im Innenohr die Sinneszellen im Hörorgan schädigen und zu einer Hörminderung führen.

 

Was sind die Symptome eines Hörsturzes?

  • Typisch für einen Hörsturz ist eine Hörverschlechterung, die innerhalb von Minuten bis Stunden entsteht.
  • Oft sind gerade die hohen Töne schlecht zu hören, man spricht vom so genannten Hochtonverlust.
  • Fast immer treten auch Ohrgeräusche (Tinnitus) auf.
  • In der Hälfte der Fälle entsteht ein Druckgefühl im betroffenen Ohr.
  • Jeder Dritte klagt über Schwindelbeschwerden.
  • Auch das Doppelt-Hören von einzelnen Tönen kann auftreten.
  • Oft kündigt sich ein Hörsturz mit Schwindel, Missempfindungen im Ohr, Doppelt-Hören oder sogar mit einer verstärkten Hörempfindung an.

 

Erste Hilfe und Sofortmaßnahmen beim Hörsturz

  • Gehen Sie auf jeden Fall sofort zum Arzt! Bei einem schweren Hörsturz muss der Betroffene zum Arzt gefahren werden. Rufen Sie gegebenenfalls einen Rettungswagen und wählen Sie den Notruf 112!
  • Bleiben Sie ruhig beziehungsweise beruhigen Sie den Betroffenen! Vermeiden Sie störende äußere Einflüsse (Lärm und Ähnliches) und schirmen Sie den Betroffenen gegenüber diesen ab!
  • Sorgen Sie, insbesondere wenn der Patient über Schwindel klagt, dafür, dass er bequem und sicher sitzt oder liegt.
  • Kontrollieren Sie regelmäßig den Puls, die Atmung und das Bewusstsein des Betroffenen.
  • Bitte bedenken Sie, dass besonders bei älteren Menschen hinter einem plötzlichen Hörverlust auch etwas Schlimmeres, zum Beispiel ein Schlaganfall, stecken könnte!
  • Lassen Sie den Betroffenen nicht allein und bleiben Sie bei ihm, bis er von einem Arzt betreut wird!

Autor: Uli Kraft; Dr. med. Martina Waitz, erstellt am 28.10.04; zuletzt aktualisiert am 19.09.11

 
 
 

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