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Monatsblutung, überstarke (Hypermenorrhoe)

 

Bei einer normalen Regelblutung (Menstruation) verliert die Frau über einen Zeitraum von etwa vier bis fünf Tagen rund 30 Milliliter Blut.

Was ist eine überstarke Monatsblutung und wie kommt es dazu?

Die durchschnittliche Zykluslänge liegt bei 28 Tagen. Alle Abweichungen von der Regelblutung werden als Blutungsanomalien bezeichnet.

 

Ursachen einer sehr starken Regelblutung (Hypermenorrhoe) sind meist Veränderungen in der Gebärmutter. Dort bilden sich oft Muskelknoten (Myome) oder Schleimhautvorwölbungen (Polypen) und verursachen starke Blutungen. Lediglich bei jeder zehnten Frau führen hormonelle Störungen zu überstarken Monatsblutungen, und nur selten sind sie durch Entzündungen der Gebärmutterschleimhaut verursacht. Auffälliges Zeichen einer verstärkten Regelblutung ist der hohe Verbrauch an Tampons oder Binden auf.

 

Abzugrenzen von der Hypermenorrhoe ist die so genannte Menorrhagie: Hierbei ist die Periodenblutung nicht verstärkt, sondern verlängert. Beide Störungen können allerdings gemeinsam auftreten.

 

Welche Symptome können bei einer überstarken Monatsblutung auftreten?

  • Bei lang anhaltenden, starken Blutungen kommt es durch den Blutverlust häufig zu einer Blutarmut mit Eisenmangel. Diese Anämie äußert sich mit Schwindel, Blässe, kalten Händen und Füßen, verstärktem Herzklopfen, körperlicher Schwäche und Abgeschlagenheit.
  • Häufig entdeckt die Frau Blutgerinnsel im Blut, das aus der Scheide fließt.
  • Kommt es zu Schmerzen und einem allgemeinem Krankheitsgefühl während der Monatsblutung, so spricht man von einer Dysmenorrhoe.
  • Starke Schmerzen im Unterleib, ein schlechtes Allgemeinbefinden bis hin zur Bettlägerigkeit sind Alarmsignale für eine Entzündung der Gebärmutterschleimhaut!

 

Wie verhält man sich bei einer überstarken Monatsblutung?

  • Bewahren Sie bei einem plötzlichen starken Blutverlust vor allem erst einmal Ruhe!
  • Legen Sie eine Binde in den Slip und wechseln Sie sie wenn nötig in kurzen Abständen, wenn sie mit Blut vollgesogen ist.
  • Suchen Sie unverzüglich einen Frauenarzt auf! In schweren Fällen rufen Sie gegebenenfalls den Rettungsdienst! Wählen Sie den Notruf 112!
  • Für Fremdhelfer gilt: Vermeiden Sie den direkten Kontakt mit dem Blut! Ziehen Sie sich Einmalhandschuhe an! Kümmern Sie sich um die betroffene Frau, kontrollieren Sie ihren Puls und reden Sie beruhigend auf sie ein, bis der Arzt sich um sie kümmert!

Autor: Uli Kraft; Dr. med. Martina Waitz, erstellt am 28.10.04; zuletzt aktualisiert am 19.09.11

 
 
 

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