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Einsetzen einer Kontaktlinse

Worin unterscheiden sich harte und weiche Linsen?

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Kontaktlinsen oder auch Haftschalen gehören wie Brillen zu den Sehhilfen. Kontaktlinsen liegen dabei direkt der Hornhaut des Auges auf.

Es gibt harte und weiche Kontaktlinsen. Auch die sogenannten harten Linsen sind heute allerdings aus Materialien, die leicht biegbar sind. Man nennt sie daher "formstabil". Formstabile Linsen sind etwas kleiner als weiche Linsen. Hat man sich noch nicht daran gewöhnt, erzeugen sie leicht ein Fremdkörpergefühl im Auge. Außerdem kann man sie deutlich auf der Hornhaut erkennen. Weiche Kontaktlinsen decken die ganze Hornhaut ab, sind von außen kaum sichtbar und passen sich so gut an die Augenoberfläche an, dass man sie praktisch nicht spürt.

 

Vor allem Menschen, die noch nie Kontaktlinsen getragen haben, greifen lieber zu weichen Linsen. Sie sind meist besser verträglich und haften im Gegensatz zu den formstabilen Linsen so fest auf der Hornhaut, dass sie kaum verloren gehen können. Bestimmte weiche Linsen, die aus wasseraufnehmenden Hydrogelen bestehen, saugen auch Schadstoffe aus der Luft, Reste von Konservierungsmitteln und ähnliches auf, was zu Irritationen führen kann. Außerdem sind sie weniger durchlässig für Sauerstoff, sodass einige Menschen nach längerem Tragen der Linsen über Kopfschmerzen oder ein Druckgefühl auf dem Auge klagen. Darüber hinaus sind weiche Linsen nicht für alle Formen der Fehlsichtigkeit geeignet, zum Beispiel nicht bei Astigmatismus.

 

Formstabile Kontaktlinsen sind langlebiger und teurer. Sie können auch kompliziertere Formen der Fehlsichtigkeit wie Hornhautverkrümmungen korrigieren. Außerdem sehen die meisten Menschen mit harten Linsen schärfer, weil diese bessere optische Eigenschaften besitzen als ihre weichen Pendants. Sie sind außerdem einfacher zu reinigen und können längere Zeit im Auge verbleiben.

 

Bei schnellen Kopfbewegungen fallen formstabile Linsen jedoch leichter heraus, weshalb unter anderem beim Sport weiche Linsen bevorzugt werden.

Autor: Verena Ahne; Ulrich Kraft , erstellt am 14.07.05; zuletzt aktualisiert von Dr. med. Julia Hofmann am 05.09.11

Quelle: Augustin, A. J.: Augenheilkunde. Springer (2001); Grehn, F.: Augenheilkunde. Springer (2002)

 
 
 

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