Man kann über 150 verschiedene Formen von Kopfschmerzen unterscheiden, die ganz unterschiedlich behandelt werden.
Kopfschmerzen gehören zu den häufigsten gesundheitlichen Beschwerden und können verschiedene Ursachen haben. Nicht immer lässt sich der Auslöser so einfach wie bei Kopfverletzungen feststellen.
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Kopfschmerz ist nicht gleich Kopfschmerz. Meist sind die Ursachen harmlos und können mit einfachen Mitteln selbst behandelt werden. Gerade bei immer wiederkehrenden Beschwerden sollte man deshalb zunächst feststellen, um welche Art von Kopfschmerzen es sich handelt. Zu den wichtigsten und häufigsten Kopfschmerzformen zählen die Migräne und der Spannungskopfschmerz.
Jeder Kopfschmerz hat typische Symptome. Diese muss der behandelnde Arzt erkennen, um die einzelnen Kopfschmerzarten zu unterscheiden und die richtige Therapie einzuleiten. Ein Kopfschmerzkalender kann helfen, Zusammenhänge herzustellen und Auslöser zu ermitteln.
Spannungskopfschmerzen
Die Ursache von Spannungskopfschmerzen ist noch unklar. Nach neueren Untersuchungen gibt es Hinweise auf eine veränderte Schmerzverarbeitung im Gehirn, die zu einer Erniedrigung der Schmerzschwelle führt.
Ob dieses Merkmal das Auftreten von Kopfschmerzen auslöst oder im Zusammenhang mit weiteren Faktoren wie Muskelverspannungen, Stress oder anderen psychischen Komponenten die Kopfschmerzen begünstigt, ist derzeit ungeklärt.
Charakteristische Symptome sind:
- drückende oder ziehende Schmerzen von leichter bis mäßig starker Ausprägung
der Kopfschmerz tritt meist beidseitig auf
Frauen und Männer sind gleichermaßen betroffen.
Migräne
Die genauen Ursachen der Migräne sind nach wie vor ungeklärt. Forschungsergebnisse weisen aber darauf hin, dass es sich bei Migräne um eine sehr komplexe biologische Funktionsstörung im Gehirn handelt.
- Die Schmerzen sind einseitig, hämmernd oder pochend.
- Die Beschwerden sind sehr viel stärker als der Spannungskopfschmerz.
- Typische Begleiterscheinungen sind Übelkeit, Erbrechen, ausgeprägte Licht- und Lärmempfindlichkeit.
- Etwa eine Stunde vor der Kopfschmerzphase kann es zu Seh- oder anderen Empfindungsstörungen (Aura) wie ein Taubheitsgefühl im Gesicht oder in den Armen kommen.
Bei jedem dritten Betroffenen treten etwa 24 Stunden vor dem Migräneanfall körperliche Hinweissymptome auf: Heißhunger, depressive Stimmung, Gereiztheit, Schwindel oder Müdigkeit.
Autor: Dr. Vera Wittenberg; Dr. med. Susanne Holthausen; Marcus Anhäuser, erstellt am 17.05.06; zuletzt aktualisiert von Maren Bradtmöller am 06.10.11
Quelle: DSH/DGK; DMKG; Deutsche Migräne- und Kopfschmerzgesellschaft (Juni 2000): Therapie der Migräneattacke und Migräneprophylaxe. www.dmkg.de/thera/konse.htm (Stand 29.01.2008); Medizinisches Wissensnetzwerk evidence.de der Universität Witten/Herdecke (September 2005): Patientenleitlinie Kopfschmerzen und Migräne. http://www.patientenleitlinien.de/Kopfschmerzen_Migraene/kopfschmerzen_migraene.html (Stand 29.01.2008); DMKG-Leitlinie Akuttherapie und Prophylaxe der Migräne; -Leitlinie (20.08.2008); Fauci A. S. et al.: Harrison's Principles of Internal Medicine, 17. englischsprachige Ausgabe, McGraw-Hill Information & Media groupBundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte (BfArM): Ergebnisprotokoll der 62. Sitzung des Sachverständigen-Ausschusses für Verschreibungspflicht vom 13. Januar 2009; URL: www.bfarm.de/cln_012/nn_917226/DE/Pharmakovigilanz/Verschreibungspflicht/Protokolle/62Sitzung/top8.html (Stand: 23.04.09)

