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Kopfverletzungen

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Kopfverletzungen können sowohl den Schädelknochen (Schädelbruch) als auch das Gehirn betreffen (Gehirnerschütterung, Hirnverletzung).

Was sind Kopfverletzungen?

Man spricht bei diesen Verletzungen auch von einem Schädel-Hirn-Trauma (SHT). Schädel-Hirn-Traumen sind meist die Folge von Verkehrsunfällen. Jährlich sterben etwa 10.000 Menschen daran.

 

Auch andere Organe wie Auge, Nase, Mund und Kiefer können bei Unfällen verletzt werden.

 

Wie äußern sich Kopfverletzungen?

Je nach der Schwere der Gehirnschädigung werden Schädel-Hirn-Traumen in drei Grade unterteilt:

 

SHT 1. Grades: Gehirnerschütterung

 

  • hinterlässt keine organische Gehirnverletzung
  • Symptome: Übelkeit, Erbrechen, Kopfschmerz, Schwindel, Kreislaufstörungen
  • kurze Bewusstlosigkeit nach dem Unfall (nicht länger als fünf Minuten)
  • teilweiser Gedächtnisverlust für die Ereignisse um den Unfall möglich
  • Beschwerden sollten innerhalb von vier Tagen verschwinden

 

SHT 2. Grades: Gehirnprellung mit Verletzungen von Hirngewebe

Die Schädigung führt zu Ausfallserscheinungen mit unterschiedlichen Symptomen:

 

  • Lähmungen
  • Sprachstörungen
  • Sehstörungen
  • Empfindungsstörungen

 

Begleitend

 

  • Erbrechen, Übelkeit, Kopfschmerzen, starke Kreislaufprobleme, Störungen der Atmung
  • Bewusstlosigkeit kann bis zu 30 Minuten anhalten
  • Die Beschwerden bilden sich innerhalb eines Monates zurück.

 

SHT 3. Grades: Gehirnquetschung mit stundenlanger Bewusstlosigkeit und erheblichen Hirnzerstörungen:

 

  • Meist bleiben Restschäden, die Nervenausfälle und erhebliche Störungen grundlegender Körperfunktionen wie Atmung und Kreislauf verursachen.
  • Auch Krämpfe sind möglich.

 

Schwere Hirnverletzungen können folgende Dauerschäden hinterlassen:

 

  • Psychische Veränderungen in Antrieb, Gedächtnis und Persönlichkeit
  • Lähmungen
  • Ausfall von Sinnempfindungen (besonders oft Verlust des Riechsinns)
  • Sprachschwierigkeiten
  • Krampfanfälle (Epilepsie)

 

Schwerste Hirnverletzungen mit einer Beteiligung des Mittelhirns können im schlimmsten Fall zum Tod, einem dauerhaften Koma oder einem Wachkoma führen.

 

Autor: Uli Kraft; Dr. med. Martina Waitz, erstellt am 28.10.04; zuletzt aktualisiert am 19.09.11

 
 
 

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