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Was ist eine Totalendoprothese der Hüfte?

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Das Hüftgelenk besteht aus der Gelenkpfanne im Beckenknochen und dem Gelenkkopf am Oberschenkelknochen. Bei einer Totalendoprothese (TEP) werden beide Anteile des Gelenks durch künstliche Implantate ersetzt.

Bei einer Hüftkopfprothese tauscht man nur den Gelenkkopf aus.

 

Der Ersatz des Hüftgelenkes durch eine TEP oder durch eine Hüftkopfprothese ist mit mehr als 150.000 Operationen pro Jahr in Deutschland einer der häufigsten Eingriffe überhaupt.

 

Bei welchen Erkrankungen kann eine Hüftprothese notwendig werden?

Eine Vielzahl von Erkrankungen wie etwa angeborene Hüftgelenksfehlbildungen, Durchblutungsstörungen des Hüftgelenkkopfes, Wachstumsstörungen oder Entzündungen des Hüftgelenks können im fortgeschrittenen Stadium den Einsatz eines künstlichen Hüftgelenks notwendig machen.

 

Über Jahre hinweg führen sie zum vorzeitigen Verschleiß des Hüftgelenkes, einer sogenannten Koxarthrose, die mit Abstand den häufigsten Grund für einen Gelenkersatz darstellt. Ein künstliches Hüftgelenk wird dann eingesetzt, wenn das eigene Gelenk so sehr geschädigt ist, dass die Betroffenen sich nicht mehr oder nur unter großen Schmerzen bewegen können. Bei älteren Menschen werden auch Brüche des Schenkelhalses oft mit einer TEP therapiert.

 

Welche Arten von Hüftprothesen gibt es?

In Deutschland kommen etwa 90 verschiedene Modelle künstlicher Hüftgelenke zum Einsatz. Jeder Patient sollte individuell von seinem Arzt über Art und Material des für ihn geeigneten künstlichen Hüftgelenkes informiert werden.

 

Die Prothesen sind der menschlichen Anatomie nachempfunden und bestehen aus einem Schaft, der den kugelförmigen Gelenkkopf trägt und im Oberschenkelknochen befestigt wird, sowie einer Gelenkpfanne, die in den Beckenknochen eingesetzt wird. Das künstliche Gelenk besteht aus geeigneten, besonders stabilen Materialien wie zum Beispiel Titan, Kobalt und Keramik.

 

Die zwei wichtigsten Techniken zur Befestigung der Prothese sind die zementierte und die zementfreie Verankerung. Die Verfahren unterscheiden sich im Hinblick auf die Dauer des Heilungsprozesses und die Haltbarkeit der Prothese. Welche Methode Verwendung findet, entscheidet der Arzt zusammen mit dem Patienten ausgehend von dessen individueller Situation.

 

Autor: Till Hartlieb; Ulrich Kraft, erstellt am 14.07.05; zuletzt aktualisiert von Dr. med. Marina Hille am 30.08.11

Quelle: Debrunner, A.M.: Orthopädie und Orthopädische Chirurgie. Huber, 4. Auflage, 2001; Frisch, H.: Programmierte Therapie am Bewegungsapparat. Springer, 8. Auflage, 2001; Niethard, F.; Pfeil, J.: MLP Duale Reihe Orthopädie. 5. Aufl. Stuttgart: Thieme, 2005; Deutsche Gesellschaft für Orthopädie und Orthopädische Chirurgie und Berufsverband der Ärzte für Orthopädie (April 2002): Koxarthrose. http://www.uni-duesseldorf.de/awmf/ll/033-001.htm (Stand 29.01.2008)

 
 
 

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