Untermenü

Behandlungen

 
 
 
Sie befinden sich hier:

tk.de . > Medizin & Gesundheit . > Behandlungen . > Behandeln: T . > Tetanusinfektion

Inhaltsbereich

Tetanusinfektion

Artikel vorlesen
 

Tetanus (Wundstarrkrampf) wird durch das Bakterium Clostridium tetani ausgelöst. Dieses Bakterium ist auf der ganzen Welt verbreitet und kommt überall in Erde und Staub vor. Das Bakteriengift führt zu einer Daueranspannung und Krämpfen der Muskulatur.

Was ist eine Tetanusinfektion?

Die Erkrankung entsteht, wenn die Erreger in Wunden eindringen. Besonders gefährdet sind tiefe, verschmutzte, nicht blutende Wunden mit abgestorbenem Gewebe (zum Beispiel offene Quetschungen, Brandwunden). Aber auch Bagatell-Verletzungen bergen ein Infektionsrisiko.

 

Die einzige Vorbeugung vor einer Tetanusinfektion ist die Schutzimpfung. Kontrollieren Sie deshalb regelmäßig in Ihrem Impfpass, ob Ihr Impfschutz noch ausreichend ist!

 

Was sind die Symptome einer Tetanusinfektion?

Die Wunde selbst erscheint im Allgemeinen unauffällig, Entzündungszeichen im Bereich der Wunde sind durch andere Keime verursacht.

 

Folgende Beschwerden weisen insbesondere bei fehlender Tetanusimpfung oder unklaren Angaben zum Impfschutz auf eine Tetanuserkrankung hin:

 

  • Zunächst kommt es zu uncharakteristischen Beschwerden wie Gefühlsveränderungen im Wundbereich, Kopfschmerzen, Unruhe, Schreckhaftigkeit, Schweißausbrüchen und allgemeinem Krankheitsgefühl.
  • Anschließend treten Krämpfe der Muskulatur auf: Sie beginnen an der Kau- und Gesichtsmuskulatur, und die Betroffenen bekommen einen grinsend-weinerlichen Gesichtsausdruck. Später greifen die Krämpfe auf die übrige Muskulatur über. Der Körper wird überstreckt und liegt nur noch mit Hinterkopf und Ferse auf.
  • Die Krämpfe werden durch äußere Reize verschlimmert: Es liegt eine Übererregbarkeit vor.
  • Der Patient ist die ganze Zeit über bei vollem Bewusstsein!
  • Schließlich kommt es zu Störungen der Atemmuskulatur, zu Herzrhythmusstörungen, Störungen der Nierenfunktion, starker Erhöhung der Körpertemperatur und letztlich zum Tod.

 

Die Inkubationszeit bei Tetanus, das heißt, die Zeit zwischen Eintritt des Erregers und Auftreten von ersten Krankheitszeichen, kann Stunden, Wochen bis sogar Monate betragen, im Durchschnitt beträgt sie aber ungefähr eine Woche.

 

Erste Hilfe und Sofortmaßnahmen bei Verdacht auf eine Tetanusinfektion

  • Wunden durch Verletzungen oder Tierbisse mit einem keimfreien (sterilen) Tuch abdecken oder mit einer Mullbinde verbinden!
  • Bringen Sie den Betroffenen sofort zum Arzt!
  • Hat man sich verletzt, sollte nicht nur die Wunde behandelt, sondern auch der Impfschutz überprüft und gegebenenfalls erneuert werden! Schauen Sie in Ihren Impfpass oder fragen Sie Ihren Arzt!
  • Treten die oben geschilderten Symptome auf, muss der Betroffene unverzüglich ärztlich behandelt werden, jede Minute zählt!

 

Gehen Sie in jedem Fall nach einer Wundverletzung zum Arzt, denn:

Bei einer sauberen, gut durchbluteten Wunde ist die Gefahr einer Wundinfektion geringer, deshalb wird der Arzt die Wunde säubern und abgestorbenes Gewebe entfernen.

 

Nach einer Wundverletzung mit Tetanus-Gefahr bei einem fehlenden oder nicht ausreichenden Tetanusimpfschutz wird eine aktive und passive Impfung nötig: Bei der passiven Impfung wird Immunserum gegeben, um das Gift unschädlich zu machen. Gleichzeitig wird durch die aktive Impfung der Impfschutz erneuert.

Autor: Uli Kraft; Dr. med. Martina Waitz, erstellt am 28.10.04; zuletzt aktualisiert von TK am 19.09.11

 
 
 

Impressum und Hilfe