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Verätzungen

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Verätzungen der Haut, der Schleimhäute und des Gewebes werden durch chemische Gifte wie Säuren oder Laugen verursacht.

Was ist eine Verätzung?

Ob es nur zu Reizungen oder zu schwersten und bleibenden Schäden kommt, hängt von der Giftigkeit des Stoffes sowie von der Menge und der Dauer seiner Einwirkung ab.

 

Besonders gefährlich sind Verätzungen im Bereich der Augen (können zur Erblindung führen) und im Magen-Darm-Trakt (zum Beispiel nach versehentlichem Trinken von Säure oder Lauge).

 

Was sind die Symptome bei einer Verätzung?

  • Bei einer Hautverätzung hat der Verletzte meist starke Schmerzen.
  • Die betroffene Haut und das Gewebe sind je nach Ausmaß der Schädigung gerötet oder sogar völlig zerstört. Die Wunde kann bluten.
  • Verätzungen der Augen bereiten starke Schmerzen. Das betroffene Auge ist gerötet, mögliche Folgen sind Sehstörungen und sogar Blindheit.
  • Verätzungen im Magen-Darm-Trakt äußern sich meist durch krampfhafte Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen.

 

Erste Hilfe bei einer Verätzung?

  • Spülen Sie die verätzte Körperstelle unverzüglich unter fließendem Leitungswasser aus!
  • Falls kein Wasser vorhanden ist, versuchen Sie mit etwas anderem (Limonade, Handtuch oder Ähnlichem), die Säure oder Lauge teilweise von der Haut zu entfernen!
  • Rufen Sie den Rettungsdienst! Wählen Sie den Notruf 112!
  • Verbinden Sie die Wunde mit einem keimfreien Wundverband!
  • Bei Augenverätzungen spülen Sie das Auge, wenn vorhanden, am besten mit einer Augenspülung (Apotheke)? gründlich aus! Verbinden Sie das betroffene Auge anschließend mit einem sterilen Verband und decken Sie auch das gesunde Auge ab!
  • Bei Verätzungen im Magen-Darm-Bereich muss der Betroffenen viel Wasser trinken, um die ätzende Flüssigkeit zu verdünnen! Bringen Sie den Patienten auf keinen Fall zum Erbrechen!

Autor: Uli Kraft; Dr. med. Martina Waitz, erstellt am 28.10.04; zuletzt aktualisiert am 19.09.11

 
 
 

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