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Völlig andere Wege bei der Reparatur der Kariesfolgen werden mit den Inlays gegangen. Auch hierbei muss die Karies zunächst vollständig entfernt und die Höhle, die die Füllung aufnimmt, mit einer Unterfüllung versehen werden.

Anschließend wird über diese künstliche Höhlung ein Präzisionsabdruck genommen und zur Weiterverarbeitung in ein Dentallabor gegeben. Hier wird eine äußerst exakte Restauration aus Materialien angefertigt, die im Mund aus verschiedenen Gründen (Hitze, Verarbeitungsdauer und so weiter) nicht direkt eingesetzt werden könnten.

 

In einer zweiten Sitzung wird dann das Inlay (= Einlegen) mit einem Befestigungszement oder speziellen Kunststoffen im Zahn befestigt. Als Materialien sind hauptsächlich Gold, Keramik, galvanische Keramiken, neuerdings auch Titan und gelegentlich Kunststoffe gebräuchlich. Je nach Ausdehnung des Inlays bezeichnet man größere Füllungen auch als Onlays beziehungsweise Overlays (Aufleger). Die Übergänge zu Teilkronen sind dabei fließend.

 

Eine Sonderstellung in dieser Aufzählung nehmen die nach dem CEREC-Verfahren direkt am Patienten hergestellten ("Chairside") Keramik-Inlays ein: Hierbei wird auf den Laborumweg verzichtet, indem der präparierte Zahn vom Zahnarzt über eine Kamera optisch abgetastet wird.

 

Ein Computer berechnet danach die Inlay-Form und steuert eine maschinelle Präzisionsfräse, die nach den Daten das Inlay aus einem Keramikblock herausfräst. Dieses System ist in der Investition teuer und in der Genauigkeit den laborgefertigten Inlays nicht überlegen, sodass es bisher nicht flächendeckend eingesetzt wird. Weiterentwicklungen sind jedoch auch hier zu erwarten.

erstellt am 25.02.03; zuletzt aktualisiert von Dr. med. dent. Eva-Katharina Essig am 24.10.11

Quelle: Deutsche Gesellschaft für Zahnerhaltung e.V. (DGZ).

 
 
 

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