Untermenü

Zähne

 
 
 
Sie befinden sich hier:

tk.de . > Medizin & Gesundheit . > Zähne . > Behandlungsmethoden . > Zahnkosmetik . > Zahnpersönlichkeiten

Inhaltsbereich

Zeigt her Eure Zähne

Artikel vorlesen
 

Auch wenn viele Stars aus Film und Fernsehen mit einem perfekten Gebiss glänzen: Nicht jede Zahnlücke muss korrigiert werden. Und das Weiß der Zähne ist selten echt, sondern nur mit teuren und aufwendigen Methoden hervorgezaubert.

Bildausschnitt Mund mit ZahnlückeEine Zahnlücke muss nicht immer ein Makel sein, sondern kann auch als individuelle Besonderheit angesehen werden, die mit Stolz getragen wird. So wie jedes Gesicht ist auch jedes Gebiss unterschiedlich. Es gibt verschiedene Zahnstellungen, -formen und -farben. Die These, dass nur ein makelloses Gebiss erfolgreich macht, stimmt nur bedingt.

 

Klinisch reines Zahnweiß ist nicht natürlich

Und doch wollen Tausende Jugendlicher jährlich ihre Zähne so lückenlos, gerade und weiß haben wie ihre Vorbilder aus dem Showgeschäft. Vieles ist machbar, doch nicht alles ist nötig, manches sogar schädlich. Und was man nicht vergessen sollte: So strahlend weiß, wie manches Titelblatt-Lächeln aussieht, ist es meist gar nicht, dank perfekter Fotobearbeitung.

 

Der Wunsch, klinische reine weiße Zähen zu zeigen, lässt viele zu Zahnweiß-Zahncremes greifen. Aufwendigere Prozeduren, wie Bleaching (Bleichen) oder Veneers (Keramikverblendung), sind dann doch zu kostspielig, zumal für Jugendliche.

 

Inzwischen ist jede fünfte Zahncreme mit dem Zahnweißer-Effekt ausgestattet. Wer Zahnweiß-Cremes nutzt, sollte eines wissen: Blendend weiß werden Zähne damit nur in den seltensten Fällen. Denn sie beseitigen nur dunkle Beläge, die durch Kaffee, Tee oder Nikotin entstehen. Sie fördern die Naturfarbe der Zähne ans Tageslicht, und die ist meist elfenbeinfarben bis hellgelb. Da hilft alles Schrubben nichts.

 

Wirksam sind die Pasten durchaus - es kommt aber auf das Produkt an, wie Tests der Verbraucherzeitschriften Öko-Test und Stiftung Warentest belegen. In manchen Pasten waren die Putzkörper aber so stark, dass der sogenannte "Abrasionswert" (Abrieb-Wert) weit über 100 lag. Anstatt schonend zu reinigen, wirken sie wie Schmirgelpapier.

 

Ein Wert von 250 gilt als zulässiger Höchstwert, der aber von Experten als viel zu hoch kritisiert wird. Manche Pasten sind wiederum so schwach, dass man getrost auch zur normalen Zahnpasta greifen kann. Außerdem enthalten einige Pasten Stoffe, die Zahnfleisch und Schleimhaut angreifen. Die Putzkörper schwächen freiliegende Zahnhälse, das Dentin (Zahnbein) geht nach und nach verloren.

Autor: Markus Anhäuser, erstellt am 22.09.03; zuletzt aktualisiert von Dr. med. dent. Eva-Katharina Essig am 16.09.11

Quelle: DZÄK, Stiftung Warentest, Öko-Test

 
 
 

Impressum und Hilfe