Viele äußere Einflüsse können die Wirkung von Medikamenten beeinflussen. Zudem können Arzneimittel auch das Bewusstsein beinträchtigen.
Alkohol
Medikamente und Alkohol können eine gefährliche Kombination sein, die unbedingt vermieden werden sollte. Vor allem bei der Teilnahme am Straßenverkehr und der Bedienung von Maschinen ist Vorsicht geboten. Das Ausmaß der Wechselwirkungen zwischen Arzneimitteln und Alkohol ist oft nicht absehbar. Achten Sie daher auf entsprechende Hinweise in der Packungsbeilage und fragen Sie im Zweifelsfall Ihren Arzt oder Apotheker.
Phototoxische Reaktion - Medikamente und Sonne
Einige Arzneimittel können in Kombination mit Sonneneinstrahlung eine sogenannte phototoxische Reaktion auslösen. Dabei handelt es sich um einen oft sehr schmerzhaften Hautauschlag, der an einen starken Sonnenbrand erinnert und Schuppen oder Bläschen bilden kann. Verschiedenste Medikamente können diese Reaktion hervorrufen: Bestimmte harntreibende und blutdrucksenkende Mittel (Diuretika), einige Antibiotika, bestimmte Schmerzmittel, Arzneien gegen Herzrhythmusstörungen, Mittel gegen Hauterkrankungen und gegen Tumorwachstum (Zytostatika) sowie pflanzliche Präparate zur Stimmungsaufhellung wie Johanniskraut.
Patienten, die eine dieser sogenannten photosensibilisierenden Substanzen einnehmen, sollten direkte Sonnenbestrahlung wie etwa im Solarium meiden und auf einen ausreichenden Sonnenschutz, vor allem einen hohen UV-A-Filter, achten. Lesen Sie in der Packungsbeilage, ob Ihr Medikament betroffen ist, und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker.
Medikamente im Straßenverkehr
Zahlreiche Arzneimittel beeinträchtigen die Aufmerksamkeit und das Konzentrationsvermögen. Zu Ihrer eigenen und der Sicherheit anderer Verkehrsteilnehmer sollten Sie während der Einnahme derartiger Präparate sowohl auf die Teilnahme am Straßenverkehr als auch auf das Bedienen von Maschinen verzichten.
Die Packungsbeilage enthält einen entsprechenden Hinweis, ob das Arzneimittel dazu gehört.
Autor: Dr. med. Andrea Knipp-Selke/Marcus Anhäuser , erstellt am 23.04.03; zuletzt aktualisiert von Annette Mende am 30.08.11
Quelle: Thürmann PA: Unerwünschte Arzneimittelwirkungen - Diagnostik und Bewertung. Pathologe 2006, 27:6-12; Arzneiverordnung in der Praxis; Medical Tribune; idw