Unter dem Begriff Selbstmedikation versteht man die Behandlung von Krankheiten und Beschwerden mit Medikamenten ohne vorherigen Arztbesuch.
Die Selbstmedikation sollte sich nur auf die kurzfristige Behandlung von leichten Beschwerden beschränken.
Bei länger andauernden oder schweren Symptomen muss ein Arzt aufgesucht werden.
Keinesfalls sollten verschreibungspflichtige Medikamente an andere weitergegeben werden.
Folgende Erkrankungen und Beschwerden sollten Sie auf gar keinen Fall selbst behandeln:
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie zum Beispiel ein zu hoher Blutdruck
- Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus)
- Leber- und Nierenfunktionsstörungen
- Ungewohnte oder plötzlich auftretende Schmerzen, Fieber oder Blutungen
- Bewusstlosigkeit
- Krämpfe
- Atemnot
- Plötzlich auftretende Sehstörungen oder Lähmungserscheinungen
Autor: Dr. med. Andrea Knipp-Selke, erstellt am 23.04.03; zuletzt aktualisiert von Anette Mende am 30.08.11
Quelle: Thürmann PA: Unerwünschte Arzneimittelwirkungen - Diagnostik und Bewertung. Pathologe 2006, 27:6-12; Roche Lexikon